Anklage: Haben zwei Mainzer Banker Geldwäsche im großen Stil betrieben?

Banker in Untersuchungshaft

Anklage: Haben zwei Mainzer Banker Geldwäsche im großen Stil betrieben?

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen zwei ehemalige Geschäftsführer und vier weitere, teilweise ehemalige Mitarbeiter einer Mainzer Bank Anklage am Landgericht in Mainz erhoben. Den Angeschuldigten im Alter zwischen 37 und 63 Jahren wird vorgeworfen, die Herkunft von kriminellen Geldern in Höhe von insgesamt rund 160 Millionen Euro verschleiert zu haben.

Ausgangspunkt des Verfahrens waren Ermittlungen dänischer und belgischer Behörden gegen eine mutmaßlich international agierende Tätergruppe wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Steuerbetruges zum Nachteil der Königreiche Dänemark und Belgien. Begünstigte der Tat waren US-amerikanische Pensionsfonds. Von den 160 Millionen Euro sind etwa 7 Millionen Euro zum Nachteil des belgischen Fiskus, der übrige Teil zum Nachteil des dänischen Fiskus erlangt worden.

Laut Anklage sollen die Banker zwischen Februar 2015 und Mai 2017 das Geld auf den Pensionsfonds-Konten angenommen haben. Es wird ihnen vorgeworfen, gewusst zu haben, dass das Geld aus kriminellen Machenschaften stammt.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei um gemeinschaftlich begangene, banden- und gewerbsmäßige Geldwäsche. Wann der Prozess beginnt, ist noch nicht bekannt. Die beiden Banker befinden sich in Untersuchungshaft. (df)

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