Crowdfunding für neues Projekt in Mainzer Kirche gestartet

Für ein neues Projekt in der Kirche St. Stephan wurde ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Im Mittelpunkt sollen dabei vor allem die weltberühmten Chagall-Fenster stehen. 50.000 Euro sollen dafür gesammelt werden.

Crowdfunding für neues Projekt in Mainzer Kirche gestartet

Das Bistum Mainz plant in der Pfarrkirche St. Stephan in Mainz ein neues Projekt. Dazu hat sie nun zusammen mit der Volksbank Darmstadt Mainz ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen.

Geplant ist eine neue Dauerausstellung, in der künftig „kompakt, anschaulich und zeitgemäß“ über die Geschichte der Kirche und die Entstehung der weltberühmten Chagall-Fenster informiert werden soll, so die Initiatoren. Das Spendenziel liegt demnach bei 50.000 Euro.

Chagall-Fenster ziehen Tausende Besucher an

„St. Stephan in der Mainzer Altstadt gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten der Stadt. Besonders die von Marc Chagall geschaffenen Fenster ziehen jährlich Tausende Besucher an“, heißt es weiter. So gebe es zwar bislang einige Stellwände, auf denen die Geschichte und die Kunstschätze der Kirche vermittelt werden. Es fehle jedoch ein „umfassendes niedrigschwelliges, weil kostenfreies Informationsangebot“.

Geplant seien daher unter anderem Infotafeln, Leuchtstelen und ein Technik-Terminal, ähnlich wie im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum. Dafür soll der bislang weitgehend funktionslose Raum unter der Empore im Westchor genutzt werden.

Bis zum 30. Mai kann das Projekt online mit einem frei wählbaren Beitrag unterstützt werden.

Hintergrund

Die Kirche St. Stephan wurde um 990 von Erzbischof Willigis von Mainz gegründet. Anstelle der romanischen Basilika wurde im 13. und 14. Jahrhundert eine gotische Hallenkirche errichtet, deren Substanz bis heute überdauert hat, ebenso wie der Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde St. Stephan drei Mal von Bomben getroffen. Besonders verheerend waren die Zerstörungen durch das Bombardement von Mainz am 27. Februar 1945. Erhalten blieben nur die Außenmauern, die Säulen und wenige Gewölbereste. Der Turm konnte mit knapper Not gerettet werden. 1959 wurde die Kirche nach ihrem Wiederaufbau neu geweiht

In den 1970er-Jahren sorgte Pfarrer Monsignore Klaus Mayer für den Einbau der Fenster Marc Chagalls und seines Schülers Charles Marq. Sie zeigen biblische Botschaften.