Sportstiftung Mainz und Rheinhessen zieht nach erstem Jahr positive Bilanz

Die Sportstiftung Mainz und Rheinhessen wächst. Bei ihrer ersten Jahresversammlung sichert sie sich neue Förderer und prominente Unterstützung von Weltmeister Niklas Kaul und der Politik.

Sportstiftung Mainz und Rheinhessen zieht nach erstem Jahr positive Bilanz

Knapp ein Jahr nach ihrer Gründung hat die Sportstiftung Mainz und Rheinhessen am Mittwoch ihre erste Jahresversammlung in Mainz abgehalten. Rund 60 Gäste aus Sport, Wirtschaft und Gesellschaft kamen zusammen, um auf die ersten Monate zurückzublicken. Wie die Stiftung mitteilt, will sie als unabhängige Säule die Sportförderung in der Region nachhaltig stärken.

Allein bei der Versammlung konnten drei neue institutionelle Sponsoren und über zehn neue Mitglieder für den Förderkreis gewonnen werden. Damit wächst das Netzwerk auf aktuell 84 Förderer aus elf verschiedenen Sportarten. Unter dem Motto „Sportler für Sportler“ engagieren sich darunter auch zwölf Deutsche Meister und sieben Bundesligaspieler. Erste Fördermittel wurden bereits durch Veranstaltungen und Spendenaktionen generiert, unter anderem mit Unterstützung der Vereine ASC Theresianum Mainz, Mainz 05 und TSC Mainz.

Prominente Sportler werben für Engagement

Unterstützung erhält die Stiftung auch von prominenten Athleten. Der Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul betonte in einem Redebeitrag die Bedeutung von Sport für die Persönlichkeitsentwicklung: „Wenn ich an Sport denke, denke ich nicht zuerst an Leistung, sondern an Miteinander, Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsbildung.“ Talent allein reiche jedoch nicht aus, es brauche auch bessere Zugänge zu Sportanlagen.

Per Videobotschaft meldete sich der U23-Europameister im Zehnkampf, Andreas Bechmann, zu Wort. Er hob die gesellschaftliche Kraft des Sports hervor und erklärte, eine Investition lohne sich immer: „Jeder Euro Förderung im Sport kommt mindestens doppelt zurück – durch Gesundheit, soziale Wirkung und Integration.“

Politik und Wirtschaft ziehen mit

Auch die Politik unterstützt das Konzept. Der Mainzer Sportdezernent Daniel Köbler (Grüne), der mittlerweile selbst dem Freundeskreis der Stiftung angehört, sprach sich für ein breites Engagement und eine bessere Infrastruktur mit mehr Hallen und Outdoor-Sportstätten aus. Aus der Wirtschaft beteiligen sich unter anderem Möbel Martin und das Rowe Mineralölwerk.

Für das laufende Jahr plant die Stiftung, noch mindestens drei weitere Veranstaltungen zu unterstützen. Darunter ein Handball-Bundesligaspiel der DKK SF Budenheim am 4. September, die Tennis-Turniere „mattes.Mainz Open“ des TSC Mainz vom 21. bis 23. August und der erste Heimkampf der Bundesliga-Ringer des ASV Mainz 88 am 12. September.