Neue Großsporthalle in Mainz: Das ist der aktuelle Stand

Die Stadt Mainz plant eine neue Großsporthalle, die auch für Events mit bis zu 4000 Besuchern nutzbar sein soll. Bevor der Bau beginnt, stehen aber noch komplexe Planungen und Finanzierungsfragen an.

Neue Großsporthalle in Mainz: Das ist der aktuelle Stand

Der Mainzer Stadtrat hat im Oktober 2025 eine Grundsatzentscheidung getroffen: Die Stadt bekommt eine neue Großsporthalle in Mombach, die multifunktional nutzbar sein soll (wir berichteten). Wie der Mainzer Bürgermeister sowie Sport- und Finanzdezernent Daniel Köbler (Grüne) erläutert, laufen die konkreten Planungen für das Großprojekt nun auf Hochtouren.

Im Kern soll die Halle dem Sport dienen, aber auch so konzipiert werden, dass dort Veranstaltungen wie Konzerte mit bis zu 4000 Besuchern stattfinden können. „Das bedeutet, dass wir eine sehr, sehr gute und genaue Planung brauchen, bevor wir in die nächsten Realisierungsschritte gehen“, so Köbler gegenüber Merkurist. Ein solches Vorhaben erfordere ein durchdachtes Konzept für die gesamte Infrastruktur, insbesondere für Stellplätze und den Verkehr. Ein Beirat, in dem auch Vertreter des Sports und der Stadtratsfraktionen sitzen, begleite das Projekt.

Baurecht und Betriebskonzept als nächste Schritte

Aktuell treibe die Stadt das Vorhaben an zwei Seiten voran: Zum einen werde das nötige Baurecht geschaffen, was laut Köbler noch in diesem Jahr abgeschlossen sein soll. Zum anderen werde ein detailliertes Betriebskonzept erarbeitet. Dieses soll sicherstellen, dass die Halle am Ende praxistauglich ist und teure Planungsfehler vermieden werden.

Ein entscheidender Faktor ist nun die Finanzierung. Die Stadt plant, das Projekt beim Sondervermögen des Landes anzumelden, um Fördergelder zu erhalten. Allerdings fehlen noch die genauen Ausführungsbestimmungen des Landes, die im Sommer erwartet werden. Erst dann ist klar, welche Kosten genau förderfähig sind. Die Stadt hat sich dabei ehrgeizige Ziele gesetzt: „Mindestens 90 Prozent der reinen Baukosten und 60 Prozent der Gesamtprojektkosten sollen durch die Förderung gedeckt werden“, so Köbler gegenüber Merkurist.

Alte Halle weicht erst bei Baustart

Einen konkreten Zeitplan für den Baubeginn gibt es daher noch nicht. Für Köbler gilt das Prinzip „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, um das Projekt am Ende zügig umsetzen zu können. Ein besonders wichtiger Punkt sei dabei der Übergang von der alten Sporthalle „Am Großen Sand“ zur neuen Halle.

Die bestehende Halle am Großen Sand soll erst abgerissen werden, wenn der Neubau unmittelbar bevorsteht. „Nichts wäre für den Vereinssport und für die Schulen problematischer, als wenn wir die Halle am Großen Sand abreißen würden und nicht direkt anschließend in Bau gehen könnten“, erklärt Köbler. Angesichts des ohnehin bestehenden Mangels an Sporthallenkapazitäten in Mainz wolle man die Ausfallzeit daher so kurz wie möglich halten.