Erster Gin aus Ingelheim ist da

Eigentlich ist Ingelheim am Rhein für seinen Rotwein bekannt, doch seit diesem Jahr hat die Stadt auch einen eigenen Dry-Gin. Thorsten Winternheimer, einer der fünf Schöpfer der Spirituose, verspricht: „Es ist kein Mainstream-Gin.“

Erster Gin aus Ingelheim ist da

Ein wenig Hibiskus, schwarze Johannisbeere, Koriander und natürlich Wacholder: 19 verschiedene Zutaten machen den Ingelheimer Dry-Gin „Fünfundsechzig 07“ aus. Der Name, der in roten Lettern auf das ansonsten schwarzweiße Etikett gedruckt ist, ist dabei an die alte Postleitzahl der Stadt angelehnt. Merkurist hat mit Thorsten Winternheimer, einem der fünf Erfinder, über den ersten Gin aus Ingelheim gesprochen.

Gin - ein aktueller Trend

„Ingelheim hat einfach einen eigenen Gin verdient.“ -Thorsten Winternheimer, Fünfundsechzig07 Spirits

Thorsten Winternheimer ist eigentlich der Inhaber und Geschäftsführer der „Wolf-Gruppe“ in Ingelheim, die Unternehmensgruppe bietet eine Vielzahl verschiedener Dienstleistungen an. Anfang des Jahres hatte er die Idee, einen eigenen Gin herzustellen: „Gin ist aktuell ein großer Trend, der natürlich aufgegriffen werden soll.“ Außerdem habe es zuvor noch keinen eigenen Gin in der Stadt gegeben: „Ingelheim hat einfach einen eigenen Gin verdient.“

Unabhängig davon sei auch Kristian Dautermann auf den Ingelheimer Brenner Heinz Dengel zugegangen, um einen Gin herauszubringen. Kurzerhand habe man sich zusammen an einen Tisch gesetzt und in Jörg und Joachim Schweitzer zwei weitere Mitstreiter gefunden. „Das Team hat gepasst, so ging die Arbeit leicht von der Hand“, berichtet Winternheimer und fügt hinzu: „Glücklicherweise hat jeder von uns fünf ein Fachgebiet, aus dem er Wissen und Tatkraft beisteuern kann.“

Sechs Anläufe haben die Schöpfer gebraucht, erst dann waren sie mit ihrem Gin zufrieden. Winternheimer erinnert sich zurück: „Ab August haben wir uns mehrmals im Monat zusammengesetzt, um uns zunächst über Geschmack, dann über Design und Vertrieb abzustimmen.“ Im Anschluss begann die Produktion der ersten Flaschen.

19 Zutaten zeichnen den Ingelheimer Gin aus

Hergestellt wir der Dry-Gin in der Brennerei von Heinz Dengel. Die farblose Spirituose ist ein Wacholderschnaps, im „Fünfundsechzig 07“ sind auch Lemon Grass, Kardamom, Orangenblüten und Pomeranzen enthalten. Dadurch schmeckt der Gin nicht nur mit Tonic Water oder als Martini, sondern auch pur.

„Es ist kein Mainstream-Gin“ -Thorsten Winternheimer, Fünfundsechzig07 Spirits

Dabei hebe sich der Gin von handelsüblichen Sorten deutlich ab. „Er folgt nicht dem Trend blumiger, floraler oder gar geflavourter Gins. Er ist komplex, kantig, markant und fordert Aufmerksamkeit“, erklärt Winternheimer. Das Getränk sei eine flüssige Liebeserklärung an ihre Heimat, heißt es in einer Presseerklärung der fünf Erfinder: „Es ist kein Mainstream-Gin“. Das scheint bei den Spirituosen-Liebhabern der Region hervorragend anzukommen, innerhalb kürzester Zeit waren die ersten 250 Exemplare der 0,5-Liter Flaschen ausverkauft.

„Geplant sind noch andere Spirituosen, wie zum Beispiel Korn, Wodka oder Rum.“ -Thorsten Winternheimer, Fünfundsechzig07 Spirits

Auch deshalb blickt Winternheimer positiv in die Zukunft: „Wir haben eine Firma mit dem Namen Fünfundsechzig07 Spirits GbR gegründet. Das heißt, dass wir uns nicht nur auf Gin beschränken wollen.“ Geplant seien noch andere Spirituosen, wie zum Beispiel Korn, Wodka oder Rum. Außerdem seien einige weitere Gins bereits in der Test-Phase.

Verkauft wird der erste Ingelheimer Dry-Gin in der Brennerei Dengel, dem Weingut Dautermann und der Druckerei Wolf. Außerdem ist er im örtlichen Einzelhandel erhältlich und wird sogar in einigen Restaurants in Ingelheim und Mainz ausgeschenkt.

(mm)

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