Miese Abzocke: Wie Kriminelle vor Weihnachten ihre Opfer betrügen

In der Vorweihnachtszeit sind Menschen besonders oft bereit, für einen wohltätigen Zweck zu spenden. Doch häufig wird diese Bereitschaft von Kriminellen gnadenlos ausgenutzt. Mit verschiedenen Maschen versuchen sie, die Leute abzuzocken.

Miese Abzocke: Wie Kriminelle vor Weihnachten ihre Opfer betrügen

Alle Jahre wieder rufen in den Wochen vor Weihnachten Organisationen per Post, in der Fußgängerzone oder auf Social-Media-Kanälen zu Spenden auf. Mit emotionalen Bildern und mitleiderregenden Geschichten appellieren sie an das Mitgefühl und die Solidarität der Menschen.

Doch nicht alle, die sich als wohltätige Spendensammler ausgeben, tun dies für eine seriöse Sache. Kriminelle täuschen falsche Tatsachen vor, um die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung auszunutzen und Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Polizei und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geben nun Tipps, wie man ehrliche Spendensammler von dubiosen unterscheiden kann.

Massiver Druck auf potenzielle Opfer

Kriminelle geben sich am Telefon oder an der Haustür gerne als wohltätige Spendensammler aus. Mit emotionsgeladenen Geschichten drängen sie die Angesprochenen zu Geldzahlungen. Betroffene sollten sich deshalb auf keinen Fall vorschnell zur Preisgabe von persönlichen Daten oder Unterschriften hinreißen lassen. Das Gespräch sollte schnell beendet werden. Danach kann man in aller Ruhe die Richtigkeit der getätigten Aussagen prüfen und auch im Nachgang noch spenden.

Vorsicht ist auch bei Internetportalen und Spendenwerbung in den sozialen Medien geboten. Nicht jede professionell gestaltete Internetseite ist eine Garantie für die Seriosität einer Spendenorganisation. Ein Blick ins Impressum sollte Aufschluss darüber geben, wo sich der Sitz der Organisation befindet und ob es einen Ansprechpartner gibt. Bei Zweifeln sollte die Satzung oder der Jahresbericht angefordert werden und in anderen Quellen im Netz nach Äußerungen über die jeweilige Organisation und ihre Aktivitäten gesucht werden.

Wie das Landeskriminalamt empfiehlt, sei es immer ratsam, sich vor einer Spende über die jeweilige Organisation eingehend zu informieren. Seriöse Organisationen veröffentlichen jährlich einen Geschäftsbericht. Darin wird erläutert, wofür das gespendete Geld oder die Mitgliedsbeiträge tatsächlich ausgegeben werden. Dort sollte klar angegeben sein, wie viel Geld in die Verwaltung und in die Werbung fließt und wie viel tatsächlich dem guten Zweck zukommt.

Weitere Infos zum Thema gibt es hier.

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