„Todesmutig“ anderen das Leben gerettet: Mainzer DRK-Helden jetzt auf Hilfe angewiesen

Innerhalb weniger Momente wurden zwei Mainzer DRK-Kräfte am Samstag zu Helden, als sie zwei Senioren das Leben retteten - kurz bevor ihr Rettungswagen explodierte. Nun sind die Mainzer auf Spenden angewiesen, um ein neues Fahrzeug zu beschaffen.

„Todesmutig“ anderen das Leben gerettet:  Mainzer DRK-Helden jetzt auf Hilfe angewiesen

Sie haben ihr Leben riskiert, um anderen das Leben zu retten: Was ein Notarzt und eine Rettungssanitäterin vom DRK-Ortsverein Mainz-Hechtsheim geleistet haben, ist in der Tat heldenhaft. Kurz bevor ihr Rettungswagen explodierte, befreiten die beiden Mainzer „todesmutig“, wie es die Linzer Polizei beschreibt, zwei Senioren, die in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden sollten, aus dem brennenden Fahrzeug (wir berichteten). Nun brauchen die Helfer aber selbst Hilfe.

So erlebten die Mainzer das Inferno

Wie der DRK-Ortsverein Mainz-Hechtsheim auf Facebook berichtet, war der Rettungswagen mit Notarzt Dr. Dieter Burchert und Rettungssanitäterin Nicole Kröhle seit Tagen im Krisengebiet an der Ahr im Einsatz, als sich das Inferno ereignete. „Es ging unglaublich schnell, nach ein paar Minuten stand alles in Flammen, dann gab es einen großen Knall und wir waren nur froh, in Sicherheit zu sein“, so Burchert. Genauso empfindet es seine Kollegin Kröhle: „Nie hätte ich so eine schnelle Ausbreitung des Feuers für möglich gehalten“. Wichtig sei der 24-Jährigen aber auch gewesen, das Fahrzeug nicht ohne Patienten zu verlassen.

So trug Kröhle eine Patientin aus dem brennenden Fahrzeug, während Burchert die zweite Patientin auf der Trage rettete. Den beiden Einsatzkräften gehe es nun den Umständen entsprechend psychisch und körperlich gut. Auch wenn sie eine Rauchgasintoxikation davongetragen hätten, seien sie zu Hause. Das sei aber die Hauptsache und Material ersetzbar, so der Bereitschaftsleiter des DRK Hechtsheim, Jan Braunschedel. „Wir sind einfach nur froh, dass unser Team perfekt reagiert hat und die Patienten und sich in Sicherheit brachte.“

Rettungswagen zerstört: Jetzt braucht das DRK Hilfe

Der vereinseigene Rettungswagen, der komplett aus Eigenmitteln betriebsbereit gehalten wurde, sei hingegen vollständig zerstört. Mit verbrannt seien auch alle notwendigen medizinischen Notfallgeräte und die persönlichen Gegenstände der Einsatzkräfte, wie das DRK Hechtsheim auf Facebook berichtet. Dies alles müsse man nun ersetzen. Dafür ist der Verein jetzt auf Spenden angewiesen, um in Not- und Katastrophensituationen weiter schnell helfen zu können. Wer nun den DRK-Ortsverein Mainz-Hechtsheim bei der Anschaffung eines neuen Rettungswagens unterstützen möchte, kann dies über folgendes Spendenkonto tun:

DRK Mainz-Hechtsheim

Stichwort: „Helfern Helfen“

Konto: IBAN DE04 5505 0120 0146 0015 32

bei der Mainzer Sparkasse

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