Arbeiten ohne Führungskräfte und Gehaltsverhandlungen – Einblicke in die Kultur der Seibert Group

Wie moderne Arbeitsmodelle konkret funktionieren, wird oft abstrakt diskutiert. “New Work” und “Agilität” werden in der Theorie gepredigt, aber wie sieht es in der Praxis aus? Die Seibert Group aus Wiesbaden gibt darauf eine Antwort.

Arbeiten ohne Führungskräfte und Gehaltsverhandlungen – Einblicke in die Kultur der Seibert Group

Software für Zusammenarbeit in Teams

Die Seibert Group ist eine internationale Gruppe aus mehreren Unternehmen mit einem gemeinsamen Ziel: Organisationen dabei zu unterstützen, die Zusammenarbeit in ihren Teams zu verbessern und digitale Transformationen erfolgreich zu gestalten.

Als Experte für Modern Work, agile Skalierung und IT-Service-Management bieten sie umfassende Lösungen für Unternehmen: leistungsstarke Tools rund um Atlassian, Google und Miro, individuelle Beratung und maßgeschneiderte Dienstleistungen. Dabei stützt die Seibert Group sich auf jahrzehntelange Erfahrung: 1996 in Wiesbaden von zwei Brüdern gegründet, begleitet sie Organisationen dabei, selbstorganisiert, eigenverantwortlich und agil zu arbeiten. Weltweit beschäftigt die Unternehmensgruppe mehr als 450 Mitarbeitende in Europa und den USA. Nach eigenen Angaben erzielte sie im Jahr 2024 einen Umsatz von über 175 Millionen Euro.

Kollegiale Führung statt klassischer Hierarchien

Beim Thema Führung setzt die Seibert Group auf ein alternatives Modell. Klassische hierarchische Strukturen mit klar definierten Vorgesetzten gibt es nur in begrenztem Maße. Stattdessen setzt das Unternehmen auf eine verteilte Führung: Entscheidungen werden dezentral getroffen, die Verantwortung liegt bei den Teams und Mitarbeitenden selbst.

Dieses Modell bietet viel Gestaltungsspielraum, verlangt aber auch Eigeninitiative und eine hohe Kommunikationsbereitschaft. Mitarbeitende, die klare Anweisungen und feste Strukturen erwarten, empfinden die fehlende Hierarchie mitunter als herausfordernd. Andere schätzen gerade das entgegengebrachte Vertrauen, wie Bewertungen auf Arbeitgeberplattformen zeigen.

Gehälter ohne individuelle Verhandlung

Ungewöhnlich ist auch der Umgang mit Vergütung. Klassische individuelle Gehaltsverhandlungen finden nicht statt. Stattdessen existiert ein transparenter, standardisierter Gehaltsprozess, der interne Lohngerechtigkeit sicherstellen soll. Ziel ist es, Unterschiede zu vermeiden, die allein durch Verhandlungsgeschick entstehen.

Dieses Modell hat Vor- und Nachteile. In Arbeitgeberbewertungen wird das Gehaltsniveau insgesamt durchschnittlich beschrieben. Das Unternehmen positioniert sich damit bewusst nicht als Spitzenzahler, sondern setzt auf Nachvollziehbarkeit und Gleichbehandlung.

Arbeitsräume als Teil der Unternehmenskultur

Auch die Bürogestaltung wird als Bestandteil der Arbeitskultur verstanden. Statt Statussymbole wie Lounge-Ecken oder Kickertische in den Mittelpunkt zu stellen, liegt der Fokus auf Räumen, die Austausch und Zusammenarbeit fördern sollen. Die Gestaltung der Arbeitsflächen ist eng mit den organisatorischen Abläufen verzahnt und soll ein Umfeld schaffen, das produktives Arbeiten unterstützt – mitten in der Wiesbadener Innenstadt.

Ein alternatives Modell mit klarer Haltung

Seibert zeigt, dass es möglich ist, Organisation, Führung und Vergütung bewusst anders zu gestalten. Der Ansatz richtet sich nicht an alle, spricht aber gezielt Menschen an, die Verantwortung übernehmen und aktiv mitgestalten möchten. Ob solche Modelle langfristig Schule machen, bleibt offen – sie liefern jedoch konkrete Beispiele dafür, wie Arbeit jenseits klassischer Strukturen organisiert werden kann.

Einladung zum Tag der offenen Tür

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, hat dazu regelmäßig Gelegenheit: Seibert lädt jeden dritten Freitag im Monat zum sogenannten „Open Office“ ein. Besuchende können bei einer unverbindlichen Bürotour Einblicke in Arbeitsweise und Unternehmenskultur gewinnen und Fragen stellen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an potenzielle Bewerbende.

Nächstes Open Office:

  • 20. Februar 2026, 16 Uhr

  • Ort: Luisenstraße 37–39, 65185 Wiesbaden

Weitere Informationen zu Seibert und der Veranstaltung auf: www.seibert.link/openoffice

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