Von der Lichtbrücke zur Fahrradbrücke
Nachdem die geplante Lichtkunstaktion „Hildegardbrücke“ zwischen Bingen und Rüdesheim nicht genehmigt wurde, soll sie nun in neuer Form als künstlerisch gestaltete Fuß- und Fahrradbrücke über den Rhein verwirklicht werden.
Nach Gesprächen mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Landesvorsitzenden Gordon Schnieder und der Initiative „Grüne Welle – Hildegardsteg“ ist für Bastian Ruhl klar, dass eine solche Brücke sinnvoll und möglich ist, wenn der politische Wille da ist.
„Wenn niemand zeigt, dass er eine Brücke will, wird sie auch keiner bauen.“
Genau darin liegt für Ruhl die Konsequenz. Ein Kreuz für Bastian Ruhl ist ein klarer Auftrag für die Fahrradbrücke. Ein starkes Wahlkreisergebnis soll zeigen, dass die Menschen in der Region eine Fahrradbrücke über den Rhein wollen und ihm den politischen Auftrag geben, einen Bürgerentscheid zur Hildegardbrücke anzustoßen, wie einst bei der Waldschlößchenbrücke in Dresden.
Für ihn geht es dabei um mehr als Verkehr. Ruhl will das kulturelle Erbe der Region konsequent ausschöpfen und Bingen gemeinsam mit der Region als Kulturstandort auf Augenhöhe mit Rüdesheim etablieren.
Bürokratie abbauen und Bildung aufbauen
Für Ruhl ist die Brückenfrage deshalb mehr als ein einzelnes Infrastrukturprojekt. Sie steht exemplarisch für einen Staat, der zu langsam plant, zu kompliziert verwaltet und zu selten rechtzeitig handelt. Daraus leitet er drei konkrete Gesetzesvorhaben ab.
Mit einem Gesetz zum Abbau von Gesetzen sollen bestehende Regelungen regelmäßig überprüft, vereinfacht und zusammengeführt werden. Moderne Analysetools und Systeme der Künstlichen Intelligenz könnten dabei helfen, Überschneidungen und Widersprüche sichtbar zu machen.
Mit einem Gesetz zur Gleichstellung von Papier und Digital will Ruhl Papierpflichten abbauen, wo keine zwingenden Vorgaben entgegenstehen, damit Bürger frei zwischen digitalen und analogen Verwaltungswegen wählen können.
Mit einem Gesetz zur Einschulung ab 7 und Vorschule ab 5 setzt Ruhl auf Sprachtests mit fünf Jahren, gezielte Vorschulförderung und einen späteren regulären Schulstart. Ob ein Kind bereits mit sechs Jahren eingeschult wird, sollen weiterhin die Eltern entscheiden, nicht der Staat.
Brücken bauen statt Grabenkämpfe
Als parteiloser Kandidat versteht Ruhl seine Bewerbung nicht als Gegenmodell zur Parteiendemokratie, sondern als überparteiliches Angebot. Für ihn geht es darum, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und konkrete Lösungen für gesellschaftliche Probleme durchzusetzen.
Im Wahlkreis kann nur einer gewinnen und die Region im Landtag vertreten. Ruhl will die Stimmen hinter einer parteilosen Kandidatur bündeln und damit ein politisches Beben auslösen, das der Region und dem kulturellen Erbe rund um Hildegard von Bingen endlich die überregionale Aufmerksamkeit verschafft, die sie verdienen.
Ob Fahrradbrücke oder der Ausbau der Fähre, diese Wahl kann den politischen Stillstand beenden. Die Wähler haben es in der Hand, ein Zeichen zu setzen, das endlich konkrete Folgen hat.