Das Klapprad ist erwachsen geworden

Klein gefaltet - groß unterwegs. 50 Jahre nach der Erfindung des Brompton verändert sich gerade massiv, was man unter „Klapprad“ versteht. Größere Räder, elektrischer Antrieb und selbst auf der Schotterpiste zu fahren.

Das Klapprad ist erwachsen geworden

Die Mainzer Radgeber haben Lösungen für Pendler und Abenteuer.

Was muss ein Klapprad heute können?
Nur klein sein? In Bahn und Bus passen? Unter dem Schreibtisch verschwinden? Im Kofferraum oder im Camper mit in Urlaub fahren? Oder sollte man damit auch 40 Kilometer durch Rheinhessen fahren können – selbst wenn der Asphalt irgendwann endet?

Die Antwort darauf war jahrzehntelang ziemlich klar. Von einem Faltrad erwartete man vor allem, sich möglichst klein machen zu können.

Das ändert sich gerade. Denn die bekannteste Faltradmarke der Welt stellt die Frage neu.

Eine geniale Idee aus London

Die Geschichte begann vor 50 Jahren im hippen London. Andrew Ritchie entwickelte Mitte der 1970er-Jahre ein Fahrrad, das nicht nur klappbar sein sollte. Es sollte so kompakt und so leicht werden, dass es tatsächlich überallhin mitreisen konnte.

Das Ergebnis wurde zur Ikone: 16-Zoll-Räder, ein unverwechselbarer Rahmen und ein Faltmechanismus, der aus einem vollwertigen Fahrrad mit wenigen Handgriffen ein erstaunlich kleines Paket werden ließ.

Bis heute werden Brompton-Räder in London gefertigt. Die Rahmen entstehen in Handarbeit. Die Mischung aus britischem Ingenieursdenken, Handwerkskunst und einem über Jahrzehnte weiterentwickelten Konzept machen weiter einen Teil der Faszination aus.

Dazu kommen neue Herausforderungen. Es macht einfach keinen Spaß, mit dem Auto in die enge Innenstadt zu fahren. Oder sich nach der Zugfahrt in die volle U-Bahn zu zwängen. Ein Faltrad kann die Lösung sein. Aus dem tragbaren Paket wird in Sekunden ein Fahrrad. Im Büro dann so simpel wie genial zurück: Hinterrad einschwenken, Rahmen falten, Lenker und Sattel absenken – das vollwertige Verkehrsmittel verschwindet in wenigen Momenten.

Was passiert, wenn das Brompton 20-Zoll-Räder hat und elektrisch fährt?

Mit der G Line hat Brompton das eigene Erfolgsrezept neu angefasst.

Statt der klassischen 16-Zoll-Räder rollt die G Line auf 20 Zoll. Dazu kommen breitere Reifen, Scheibenbremsen und eine Geometrie, die auf deutlich mehr als die letzten zwei Kilometer zwischen Bahnhof und Büro zielt. Auch elektrisch erfindet die Kultmarke das Faltrad neu.

Ein Faltrad passt besonders gut zu der Art, wie viele Menschen heute unterwegs sind. Nicht jede Strecke muss komplett mit dem Rad gefahren werden. Nicht jede Bahnfahrt beginnt und endet dort, wo man eigentlich hinmöchte. Die G Line Electric erweitert mit ihrem 345 Wh-Akku den Aktionsradius. Der e-Motiq-Antrieb nimmt Gegenwind, Steigungen und längeren Strecken ihren Schrecken.

Das Gewicht bewegt sich weiter in erstaunlichen Regionen: Gut tragbar, kommt es mit 16 bis 17 kg hin. Die ultraleichte T-Line aus Titan wiegt sensationelle 13,5 kg.

Faltrad ist nicht gleich Faltrad: Was soll es für mich sein?

Wer sein Fahrrad jeden Morgen die Treppe hoch trägt, braucht etwas anderes als jemand, der es im Wohnmobil mitführt. Wer fünf Kilometer zum Büro fährt, setzt andere Prioritäten als die, die am Wochenende damit 40 Kilometer unterwegs sein möchte. Das Brompton fährt bis zum Bahnsteig und reist zusammengefaltet weiter in S-Bahn oder ICE. Im Hotel steht es im Flur, zu Hause verschwindet es in der Garderobe und im Büro unter dem Schreibtisch.

Das können Sie bei die Radgeber in Mainz herausbekommen. Voraussetzung dafür: vorbeikommen, kompetente Beratung erleben, direkt in der Stadt testen.

Möglicherweise wird das beste Fahrrad für den Urlaub dann genau das Rad, das Sie am Montag nach dem Urlaub ins Büro bringt.