Neue Entrümpelungsfirma in Mainz will Möbel spenden

In der Mainzer Neustadt ist seit September eine neue Firma zur Entrümpelung und Haushaltsauflösung aktiv. Ihr Konzept: Möbelstücke, die keine Verwendung mehr finden, sollen an soziale Einrichtungen in Mainz gespendet werden.

Neue Entrümpelungsfirma in Mainz will Möbel spenden

Ein gut erhaltener Schrank? Ein selten genutzter Schreibtisch? Mit ihrer Anfang September gegründeten Entrümpelungsfirma „Ozan Service“ wollen Servin und Veysel Ozan künftig Möbelstücke, die bei Haushaltsauflösungen in Mainz, Wiesbaden und Umgebung aussortiert werden, an soziale Einrichtungen in der Region spenden.

„Bei einer Haushaltsauflösung bleiben oft gut erhaltene Möbelstücke übrig, an denen womöglich viele Erinnerungen hängen. Statt sie zu entsorgen, könnten sich andere noch darüber freuen“, sagt Servin Ozan im Gespräch mit Merkurist. Die Haushaltsauflösungen sollen dabei wie gewohnt für die Kunden ablaufen. Der Unterschied: Was noch gut erhalten und brauchbar ist, soll nicht automatisch im Entsorgungscontainer landen. Stattdessen möchte das Ehepaar den Kontakt zu sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Altenheimen oder Wohngruppen suchen und prüfen, ob dort Bedarf an bestimmten Möbelstücken besteht. So könnten aussortierte Möbelstücke noch einen neuen Zweck bekommen.

Wo werden die Möbel gebraucht?

Dabei soll es nicht nur darum gehen, Möbel einfach weiterzugeben. Die Ozans möchten zunächst den tatsächlichen Bedarf der Einrichtungen in der Region abklären und sich ein möglichst großes Netzwerk aufbauen. Im besten Fall wüssten sie beim Aussortieren bereits, wo ein bestimmtes Möbelstück gebraucht wird. Außerdem würden sie vor der Spende gründlich den Zustand des Möbelstücks prüfen. „Alles, was ich selbst nicht mehr benutzen würde, würde ich auch nicht spenden“, erklärt Servin Ozan.

Als gelernte Sozialarbeiterin hat sie zuvor in verschiedenen sozialen Einrichtungen gearbeitet, unter anderem in der Familienhilfe und in Wohngruppen für Jugendliche. Dort hätten Jugendliche immer mal wieder gefragt, ob sie beispielsweise noch eine weitere Kommode ins Zimmer bekommen könnten. Als ihr Mann, der als Disponent am Frankfurter Flughafen arbeitet, auf die Idee kam, eine Entrümpelungsfirma in der Mainzer Neustadt zu gründen, stieg sie so mit dem sozialen Konzept der Möbelspende ein. Damit wolle das Ehepaar Wirtschaftlichkeit „nachhaltig und sozial“ gestalten.

Für den Aufbau des Netzwerks ist der „Ozan Service“ auf der Suche nach sozialen Einrichtungen mit entsprechendem Bedarf. Interessenten können hier weitere Informationen finden oder sich per E-Mail an ozan.service@outlook.de wenden.