Irrer Twitter-Streit um Jürgen Klopps Mainzer Zeit

Wer ist besser? Jürgen Klopp oder Pep Guardiola? Diese Frage wird derzeit groß auf Twitter diskutiert – teilweise mit absurden Argumenten.

Irrer Twitter-Streit um Jürgen Klopps Mainzer Zeit

Seit einer Woche macht die Fußball-Bundesliga Winterpause, bis Anfang Januar haben die Spieler eine kurze Erholungspause. Nicht so die Stars der englischen Premier League: Für die geht es zwischen den Jahren direkt weiter. Bereits am Boxing Day (26.12.) rollte der Ball, an diesem Wochenende sind ebenfalls Spiele angesetzt. Liverpool-Coach Jürgen Klopp hat dennoch guten Grund zum Durchschnaufen.

Sein Team hat bei zwei Spielen weniger zehn Punkte Vorsprung auf Verfolger Leicester City. Der amtierende Meister Manchester City mit Star-Coach Pep Guardiola ist sogar 14 Punkte hinter Liverpool – bei einem Spiel mehr. Das wollen die Fans von Manchester City allerdings nicht auf sich sitzen lassen.

Absurde Twitter-Vergleiche

Auf Twitter ziehen sie absurde Vergleiche zwischen Guardiola und Klopp. Der Grundtenor der City-Fans: Guardiola habe in seiner Karriere viel mehr Titel geholt als Klopp, habe in der Tabelle fast immer besser abgeschnitten und deutlich mehr Spiele gewonnen. Zudem werden Unwahrheiten verbreitet: Klopp sei in Dortmund und Mainz entlassen worden, wie etwa User Guardiolista behauptet. Sein Klopp-Guardiola-Vergleich wurde schon mehr als 1000 Mal geliket, hunderte Male retweetet.

Der User vergleicht die Tabellenpositionen einzelner Jahre sogar eins zu eins. Das heißt: Guardiola sei der bessere Trainer, weil er mit Barcelona in Spanien besser abgeschnitten habe als Klopp in Deutschland mit Mainz 05. Dass Klopp mit der Underdog-Truppe 2004 zum ersten Mal überhaupt aufstieg, scheint den User nicht zu interessieren.

Schon 2016 hämische Mainz-Kommentare

Andere User wollen den Vergleich nicht gelten lassen: „Erwartest du, dass der Manager von Mainz 05 eine bessere Position erreicht als der Manager von Barcelona, Bayern und Manchester City?“, lautet einer der Kommentare. Ein anderer: „Teams von Null aufgebaut und zu einer erfolgreichen Einheit aufgebaut: Guardiola 0, Klopp 2.“

Ironischerweise musste auch Pep Guardiola selbst schon für absurde Mainz-Tweets herhalten. Nach einer 2:4-Niederlage gegen Leicester Ende 2016 lauteten die hämischen Kommentare: „Wenn du realisierst, dass da kein Mainz oder Malaga in der Liga spielen, die dir die Punkte schenken.“ Oder: „Wenn du merkst, dass da kein FSV Mainz oder Granada in der Premier League spielen.“

Den Trainern selbst dürften solche Vergleiche egal sein. Klopp und Guardiola sprechen immer wieder mit Hochachtung über den jeweils anderen. Und vielleicht teilen sie ja wie in der vergangenen Saison die großen Titel untereinander auf. Klopp gewann die Champions Leauge, Guardiola die Premier League - diesmal könnten sie die Trophäen tauschen. (js)

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