Hitzige Diskussion – was ist ein „echtes“ Marktfrühstück?

Wie sieht ein echtes Mainzer Marktfrühstück aus? Diese Frage sorgt in sozialen Medien gerade für massive Diskussionen. Die für den Marktausschank zuständigen Mainzer Winzer haben dazu eine klare Meinung.

Hitzige Diskussion – was ist ein „echtes“ Marktfrühstück?

Zum letzten Mal im Jahr 2019 findet am Samstag das Mainzer Marktfrühstück statt. Doch kurz vor dem Jahresausklang ist eine massive Diskussion um das Mainzer Samstagsritual ausgebrochen. Die Frage, die nun viele Mainzer beschäftigt: Wie sieht ein „echtes“ Marktfrühstück aus?

Am Freitag zogen Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) und Christina Boller-Petry von den Mainzer Winzern in einem Merkurist-Artikel Bilanz zur Marktfrühstück-Saison 2019. Als Vorstandsassistentin der für den Markt-Ausschank verantwortlichen Winzer sprach Boller-Petry aus, was dem Verein offenbar ein Dorn im Auge ist.

„Kleinigkeiten zum Essen werden beim naheliegenden Marktbeschicker gekauft und die Getränke beim Mainzer Winzer. Nur das ist ein echtes Mainzer Marktfrühstück.“ - Christina Boller-Petry

Immer wieder komme es vor, dass besonders junge Marktfrühstück-Besucher Weinflaschen oder Essen von zu Hause oder aus Supermärkten mitbringen und ihren Müll dann am Liebfrauenplatz liegen ließen. Dies sei nicht im Sinne der Mainzer Winzer, offenbar würden diese Besucher den Grundgedanken des Marktfrühstücks nicht verstehen, so Boller-Petry. „Kleinigkeiten zum Essen werden beim naheliegenden Marktbeschicker gekauft und die Getränke beim Mainzer Winzer. Nur das ist ein echtes Mainzer Marktfrühstück.“ Für Picknick mit selbst mitgebrachten Lebensmitteln stünden schließlich von der Stadt ausgewiesene Flächen zur Verfügung.

Diskussionen in sozialen Medien

Als Merkurist am Freitag die Meinung der Winzer auf seinen Social-Media-Kanälen postete, entbrannten in den Kommentarspalten auf Instagram und Facebook Diskussionen. Facebook-Nutzer Matthias meint beispielsweise: „Der öffentliche Raum muss auch genutzt werden dürfen, wenn man sich keine Gastronomiepreise leisten kann oder will.“ Eine Instagram-Userin hingegen schreibt: „Marktfrühstück bedeutet Weck, Worscht und Woi. Weck und Worscht vom Metzgerwagen und Woi vom Winzer. Dafür gehen wir zum Marktfrühstück.“

Ein anderer Instagram-Nutzer schreibt: „Bezüglich des Mülls ist es wohl klar, dass dieser auch weggeräumt werden muss. Wenn der Grundgedanke des Marktfrühstücks aber ist, dass man alles auf dem Markt kaufen soll, dann sollte man das Gelände vielleicht einzäunen, Kontrollen machen und Eintritt nehmen.“ In der kommenden Woche wollen sich die Mainzer Winzer mit Vertretern der Stadt und des eingesetzten Sicherheitsdienstes zur Nachbesprechung der Saison 2019 treffen. Gut möglich, dass die Diskussion dort ebenfalls Thema sein wird.

Was ist Eure Meinung? Sollten auf dem Marktfrühstück nur vor Ort gekaufte Lebensmittel verzehrt werden? Schreibt es in unsere Kommentarspalte! (js)

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