Anti-Rassismus-Post: Promis feiern Mainz 05

Ein Post des FSV Mainz 05 zu rassistischen Aussagen eines Ex-Vereinsmitglieds hat für Aufsehen im Netz gesorgt. Fans sowie Größen aus der Show- und Fußball-Branche haben sich inzwischen in sozialen Medien mit dem FSV solidarisiert.

Anti-Rassismus-Post: Promis feiern Mainz 05

Ein Social-Media-Post des FSV Mainz 05 verschaffte dem Verein am Montag viel Aufmerksamkeit (wir berichteten). Der FSV hatte den Schriftverkehr mit einem ehemaligen Vereinsmitglied in anonymisierter Form öffentlich gemacht. Das ehemalige Mitglied hatte seinen Vereinsaustritt mit teils rassistischen Begründungen untermauert, schrieb Sätze wie: „Wenn seit Wochen in der Startformation neun (!!!) dunkelhäutige Spieler auflaufen und deutschen Talenten kaum noch eine Chance gegeben wird, dann ist das nicht mehr mein über die Jahre liebgewonnener Verein.“ Im Post distanzierte sich Mainz 05 klar von der Haltung des Ex-Mitglieds und erklärte: „Nicht alle Kündigungen bekümmern uns, manchmal sind wir sogar erleichtert!“

Promis unterstützen Mainz-05-Post

In nahezu allen sozialen Medien wird das Thema seit dem diskutiert, die 05er erhalten reichlich Zuspruch. Der Integrationsbeauftragte des Deutschen Fußballbunds, Ex-Nationalspieler Cacau, zeigte via Instagram-Kommentar seine Zustimmung für die Aktion der 05er. Ebenso Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah. Kult-Kicker Hans Sarpei bezeichnete die Aktion der 05er in sozialen Medien als „stark“. TV-Entertainer Joachim „Joko“ Winterscheidt meldete sich über die Story-Funktion seines Instagram-Accounts zu Wort und schrieb: „Ich bin mit Haut und Haaren Fan meiner Borussia (Mönchengladbach - Anm.d.Red.), aber seit heute bin ich auch Fan vom FSV Mainz 05! Für diese Aktion liebe ich euch! Danke!“

Viele Fans anderer Clubs aus Deutschland solidarisieren sich ebenfalls mit dem FSV-Post: „Ganz ehrlich. Ich bin BVB-Fan, aber ich überlege gerade, Mitglied bei euch zu werden! Ganz stark liebe Mainzer!“, schreibt ein Twitter-Nutzer unter dem Post von Mainz 05. Ein anderer Nutzer kommentierte: „Ich bin ja wahrlich kein Anhänger von Mainz05, aber.... diese Antwort: Hut ab!“ Und sogar der offizielle Twitter-Account des Drittligisten SV Meppen äußerte sich zum Mainzer Post: „Sehr schön, FSV!“ Mainzer Spieler wie Danny Latza, Moussa Niakhaté oder Jeremiah St. Juste solidarisierten sich in sozialen Medien ebenfalls mit dem Club-Post.

Kritische Stimmen sind in den Kommentarspalten selten zu finden. Eine Userin kommentiert unter dem Facebook-Post von Mainz 05 dennoch: „Wie immer liebes Mainz, muss man das differenzierter darstellen.“ Das ehemalige Mitglied würde von Mainz 05 voreilig und radikal in eine rassistische Ecke gedrängt. Weiter schreibt die Nutzerin: „Man muss diesen Menschen ob links- oder rechtslastig ihre Grenzen zeigen und auch die Konsequenzen. Nur dürfen wir sie ohne Dialog nicht an den Rand der Gesellschaft drängen.“ (mo)

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