Doch kein Hitzerekord in Bad Kreuznach

Abkühlung in der kommenden Woche

Doch kein Hitzerekord in Bad Kreuznach

39,3 Grad - diese Temperatur wurde am Sonntagnachmittag in Bad Kreuznach gemessen. Zunächst schien es, als sei damit der Juni-Hitzerekord gebrochen. Doch ein paar Stunden später wird klar: Die höchste Temperatur an diesem 30. Juni wurde in Bernburg/Saale-Strenzfeld gemessen. Dort wurde es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) 39,6 Grad heiß.

Doch wie misst der DWD solche Temperaturrekorde? „Offiziell bestätigte Temperaturwerte in den Datenbanken der weltweiten Wetterdienste müssen an Wetterstationen gemessen worden sein, die international festgelegten Standards entsprechen, um aktuell wie auch in der Vergangenheit global vergleichbar zu sein“, schreibt der Wetterdienst auf seiner Webseite. Dafür benötige man einen geeigneten Standort, der über mehrere Jahrzehnte Werte liefert. „Denn ein Höchstwert kann nur als solcher anerkannt werden, wenn vergleichbare Temperaturwerte an einem bestimmten Standort aus der Vergangenheit vorliegen.“ Gemessen werde in zwei Metern Höhe über Grund und nicht in der prallen Sonne, sondern in sogenannten Englischen Hütten.

Am vergangenen Mittwoch (26. Juni) waren im brandenburgischen Coschen und im sächsischen Bad Muskau 38,6 Grad gemessen worden - die bisherige Juni-Höchstmarke. Der Allzeit-Temperaturrekord von 40,3 Grad für Deutschland bleibt aber noch unerreicht.

In der kommenden Woche ist Abkühlung in Sicht: Zum Wochenbeginn sollen die Temperaturen etwas sinken, Gewitter und Schauer können aufziehen. Am Mittwoch soll die Höchsttemperatur dann bei 24 bis 26 Grad liegen. (js)

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