Für den heutigen Dienstagabend ruft ein Kollektiv aus mehreren Gruppen zu einer Kundgebung auf. Hintergrund ist der Angriff der USA auf den südamerikanischen Staat am vergangenen Wochenende. Die Aktion beginnt um 18 Uhr und findet ausschließlich auf dem Vorplatz des Mainzer Hauptbahnhofes statt. Hauptinitiator ist das Bündnis ,,Mainz gegen Wehrpflicht“.
Der Aufruf zu dem Protest erfolgte am gestrigen Montagabend über Instagram. Diesem schlossen sich unter anderem die Linke Mainz und weitere Initiativen und Vereine aus Mainz an. Mit dabei ist auch Tupac Orellana, Fraktionsvorsitzender der Linken im Mainzer Stadtrat und ehemaliges Mitglied des Bundesvorstandes der Linken, der im Laufe der Kundgebung eine Rede halten wird.
Gegen 19:30 Uhr soll die Aktion beendet sein. Das Bündnis beteiligt sich damit an einer internationalen Solidaritätsbewegung mit der venezolanischen Zivilbevölkerung, die durch den Angriff der USA am vergangenen Samstag, den 3. Januar, ausgelöst wurde.
Zum Angriff
In der Nacht zum Samstag griff das US-Militär mehrere Ziele in Venezuela an und entführte den Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau. Derzeit steht Maduro in New York vor Gericht. Der UN-Sicherheitsrat tagte hierzu in einer Sondersitzung.
Weitere Aktionen sind geplant
In der Vergangenheit nahm das Bündnis „Mainz gegen Wehrpflicht“ bereits am Schülerstreik gegen die Wehrpflicht teil, der im Dezember stattfand (wir berichteten). Weitere Aktionen zum Thema Wehrpflicht und Militarismus sind geplant. So soll es am 24. Januar eine weitere Kundgebung in der Mainzer Innenstadt geben. Am 5. März, dem Aktionstag gegen Wehrpflicht, wird sich das Bündnis auch beteiligen. Das teilte der Organisator des heutigen Protestes mit.