So viel Strom produzieren die neuen Photovoltaik-Anlagen auf Mainzer Kitas

Die Energiewende in Mainz soll weiter voranschreiten. So wurden nun Kitas und Bürgerhäuser mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Der produzierte Strom soll künftig den Energiebedarf der Einrichtungen weitgehend abdecken.

So viel Strom produzieren die neuen Photovoltaik-Anlagen auf Mainzer Kitas

Ein wichtiger Schritt in die Zukunft für die öffentlichen Gebäude der Stadt Mainz: Auf den Dächern von zwei Mainzer Kitas und zwei Bürgerhäusern sorgen nun Photovoltaik-Anlagen (PV) für die benötigte Energie. Die Versorgung der Einrichtungen mittels Solarstrom vom eigenen Dach sei eine sinnvolle Lösung, ist sich die Stadtverwaltung sicher.

Die Stadt Mainz und die Mainzer Stadtwerke haben in zwei Kitas in Finthen und Hechtsheim entsprechende Pilotprojekte zusammen mit der Mainzer Erneuerbaren Energien GmbH gestartet. Die Stadtwerke-Tochter ist für die Lieferung und den Bau von insgesamt vier PV-Anlagen in beiden Stadtteilen verantwortlich. Außer auf den Dächern der Kindertagesstätten gibt es noch zwei Anlagen auf den benachbarten neu errichteten Bürgerhäusern.

Strom für umgerechnet 33 Haushalte

Bürgermeister Günter Beck und Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Daniel Gahr waren nun in Hechtsheim, um sich über den derzeit laufenden Aufbau der Solaranlagen auf den Flachdächern zu informieren. Rund 100.000 Kilowattstunden Solarstrom im Jahr werden die vier hier installierten PV-Anlagen künftig erzeugen. Das entspricht umgerechnet dem Jahresverbrauch von etwa 33 Haushalten. Insbesondere bei den beiden Kitas soll direkt verbrauchter Solarstrom weiterhelfen.

Da die Module tagsüber Strom liefern, deckt sich die Erzeugung zumindest an den Öffnungstagen der Kitas zeitlich sehr stark mit dem tatsächlichen Stromverbrauch der Einrichtung. Die Kitas benötigen abends und nachts relativ wenig Strom, dafür tagsüber im Betrieb umso mehr. Der Strom der neuen Solaranlage wird daher direkt vor Ort genutzt und senkt tagsüber den Strombezug der Kita aus dem öffentlichen Netz sehr stark ab.

Bei den beiden benachbarten Bürgerhäusern sieht dies jedoch noch etwas anders aus. Tagsüber kann auch hier schon stark von den PV-Anlagen profitiert werden. Abends bis teilweise spät in die Nacht hinein finden hier zusätzlich Veranstaltungen mit einem entsprechenden Stromverbrauch statt. Somit kann der Strombezug aus dem öffentlichen Netz zumindest abends und nachts noch nicht gesenkt werden. Zumindest bis jetzt noch nicht: Denn der spätere Einbau von entsprechend notwendigen Stromspeichern wird aktuell geprüft.

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