Digitale Stadtverwaltung? Wo Mainz noch besser werden kann

Jedes Jahr prüft der Digitalverband Bitkom, wie gut Deutschlands Städte in der Digitalisierung vorankommen. Mainz rutschte in diesem Jahr einige Plätze nach vorne, könnte sich aber in vielen Bereichen noch verbessern.

Digitale Stadtverwaltung? Wo Mainz noch besser werden kann

Wie gut ist die Mainzer Stadtverwaltung bei der Digitalisierung aufgestellt, wie fortschrittlich ist sie in der Online-Verwaltung? 83 deutsche Großstädte werden jedes Jahr mit dem „Smart City Index“ des Digitalverbands Bitkom auf ihre Digitalisierung hin geprüft. Mainz kletterte in diesem Jahr um neun Plätze nach oben und landete auf Rang 42, mit 74,5 von 100 möglichen Punkten.

Volle Punktzahl bei digitalen Bezahlmöglichkeiten und Serviceportal

Gut ist die Entwicklung in Mainz in der Kategorie „Verwaltung“: Hier verbesserte sich die Stadt um 25 Plätze und erreichte Rang 32. Volle Punktzahl erzielt sie bei den digitalen Bezahlmöglichkeiten und beim Serviceportal. Auch online nutzbare Verwaltungsleistungen und die Online-Terminvergabe schnitten sehr gut ab. Eine positive Entwicklung zeigte sich auch im Bereich „Mobilität“, wo Mainz um 22 Plätze auf Rang 36 stieg. Rückschritte gab es hingegen in den Kategorien „Energie und Umwelt“ (minus sieben Plätze auf Rang 46) und „IT und Kommunikation“ (minus 13 Plätze auf Rang 63).

Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) freut sich über die Ergebnisse: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel in eine moderne und bürgerfreundliche Verwaltung investiert. Das Ergebnis des Städtevergleichs zeigt, dass unser hoher Einsatz wirkt und deutschlandweit Anerkennung findet.“ Die Werte würden weiter anspornen. „Eine Smart City, also eine intelligente Stadt, beginnt für die Bürgerinnen und Bürger beim alltäglichen Kontakt mit der Verwaltung“, so Haase. So seien etwa auf der neu gestalteten städtischen Homepage Informationen und Dienstleistungen übersichtlicher und einfacher zugänglich.

Stuttgart an der Spitze, Rheinland-Pfalz unter dem Schnitt

Im deutschlandweiten Vergleich löste Stuttgart (92,8 Punkte) den bisherigen Spitzenreiter München (92,0 Punkte) ab, gefolgt von Hamburg (91,5 Punkte). Im Durchschnitt erreichten die deutschen Großstädte 73,8 von 100 möglichen Punkten.

Im Vergleich der Bundesländer schnitt Rheinland-Pfalz mit durchschnittlich 72,5 Punkten unterdurchschnittlich ab. Angeführt wird das Länderranking von Bayern (79,9 Punkte) vor Baden-Württemberg (78,9 Punkte). Für den Smart City Index wurden laut Bitkom rund 14.400 Datenpunkte in den fünf Bereichen Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung erfasst und bewertet.