So soll das neue Gutenberg-Museum aussehen

Jury entscheidet, wie Gutenberg-Museum aussehen soll

So soll das neue Gutenberg-Museum aussehen

Wie soll das Mainzer Gutenberg-Museum in Zukunft aussehen? Seit diesem Donnerstag wissen die Bürger nun mehr. Denn eine Jury wählte die Siegerentwürfe des Architektenwettbewerbs aus. Wettbewerbssieger wurde das Büro h4a Gessert + Randecker Architekten GmbH.

Nachdem das Projekt „Bibelturm“ in einem Bürgerentscheid gescheitert war, beauftragte der Mainzer Stadtrat im Mai 2018 die Verwaltung, eine Arbeitswerkstatt „Modernisierung Gutenberg-Museum“ einzurichten. Im Frühjahr dieses Jahres startete der Architektenwettbewerb. Auf die europaweite Ausschreibung bewarben sich insgesamt 133 Büros, 82 von ihnen wurden für das Losverfahren zugelassen. Unter notarieller Aufsicht wurden dann die 25 teilnehmenden Büros ausgelost, die dann jeweils einen Entwurf vorlegten.

Eine Jury unter dem Vorsitz von Prof. Arno Lederer prüfte an diesem Mittwoch und Donnerstag die eingereichten Wettbewerbsarbeiten. Beraten wurde das Preisgericht von der oberen und unteren Denkmalschutzbehörde, dem Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen sowie Vertretern der Arbeitswerkstatt Gutenberg-Museum.

Als Wettbewerbssieger wurde das Büro h4a Gessert + Randecker Architekten GmbH gewählt.

Der zweite Preis wurde an das Büro Riehle + Assoziierte GmbH + Co. KG mit Carmody Groarke Ltd vergeben.

Der dritte Preis ging an das Büro wulf architekten.

Für ihre gute Leistung mit einer Anerkennung ausgezeichnet wurden zudem die Entwürfe der Büros Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbH, Burger Rudacs Architekten mit Mang Architektur und TRU Architekten Part mbH.

Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse sagte: „Kein Architekturwettbewerb in der Landeshauptstadt Mainz wurde im Vorfeld mit so großer Spannung erwartet und kein Wettbewerb wurde vorab so gut vorbereitet. Ich bin hoch zufrieden mit den ausgewählten Siegerentwürfen und bin sicher, dass wir nun einen entscheidenden Schritt weitergekommen sind auf dem Weg zu unserem neuen Weltmuseum der Druckkunst.“

Nun werden die Preisträger-Büros aufgefordert, ihre Eignungskriterien und Angebote zu übermitteln, sodass das Vergabeverfahren abgeschlossen werden kann, mit dem letztlich der umzusetzende Entwurf feststehen wird. Die Wettbewerbsentwürfe können von allen Bürgern bei einer öffentlichen Ausstellung im Naturhistorischen Museum angesehen werden. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, den 7. Oktober um 18 Uhr.

Die Preisverleihung und Urkundenübergabe an die Büros findet in der kommenden Woche ebenfalls im Naturhistorischen Museum statt.

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