So könnt Ihr Mainzer Unternehmen in der Corona-Krise unterstützen

Die Corona-Krise bringt mittlerweile auch Mainzer Betriebe in Bedrängnis. Einige tun sich nun zusammen, um diese schwierige Phase gemeinsam zu überstehen. Was genau auch Ihr tun könnt, um zu helfen, das haben wir für Euch zusammengefasst.

So könnt Ihr Mainzer Unternehmen in der Corona-Krise unterstützen

Das Coronavirus hat Mainz gerade fest im Griff: Das spüren die Mainzer jetzt in ihrem Alltag. Fast alle Geschäfte und die Gastronomie sind von der Krise betroffen. Ab Samstag müssen Läden, Gaststätten und Cafés geschlossen bleiben - nur Lieferungen sind noch erlaubt. Nachdem sich einige Betriebe selbst Lösungen für die aktuelle Situation überlegt haben (wir berichteten), gibt es nun auch Initiativen, die den Betroffenen helfen wollen.

„Mainz Liebe“

Sein Lieblingslokal, -café oder -theater jetzt unterstützen - das geht. Möglich macht das die Initiative „MAINZ LIEBE - Rette Deine Lieblingslocation!“. Das Konzept: Jetzt zahlen und später essen und trinken. Es funkioniert über Gutscheine. Initiator Pascal Rück erklärt seine Idee: „Da ich selber gerne in der Mainzer Gastro-Szene unterwegs bin, war es für mich selbstverständlich, diese zu unterstützten.“ Die Seite zu entwerfen, hat nicht lange gedauert. „Wir sind seit Montag richtig online. Anfragen aus anderen Regionen gibt es auch schon“, sagt Rück.

Auch mit der Resonanz auf das Projekt ist er bisher sehr zufrieden. „Das Feedback der Teilnehmer ist durchweg positiv. Ich freue mich natürlich sehr, wenn die Gäste darauf anspringen und den Locations somit auf direktem Wege geholfen ist.“

Unter den Locations sind unter anderem auch das Bergschön, der Burgerladen, Das Nest, El Burro, Für Freunde, Pinke Distel und das Weingut Stenner. Jeden Tag kommen mehr Mainzer Lokale hinzu. Wer über diese Seite sein Stammlokal oder seinen Lieblingsladen unterstützen möchte, der findet alle weiteren Informationen auf der Seite von „Mainz Liebe“.

Ladenbehüter

Regionale, kleinere Geschäfte und Betriebe unterstützen, das ist auch die Idee, die hinter den „Ladenbehütern“ steckt. Auf ihrer Facebook-Seite heißt es: „Der Gedanke hinter unseren Gutscheinen mit Hilfszuschlag ist folgender: Alle, die ihren #Lieblingsladen unterstützen möchten, zahlen 15 Euro für einen 10 Euro-Gutschein. So haben die betroffenen Unternehmen 15 Euro liquide Mittel für Miete und Gehälter, 5 Euro davon als dauerhafte Soforthilfe. Wir behalten - logischerweise - nichts.“

Mainz gebracht

Mainz gebracht“ sieht sich als der „verlängerte Arm von der Theke des Händlers zur Haustür des Kunden“, so Mainzer Citymanager Dominique Liggins. Die Geschäfte können über die sozialen Medien oder ihre Online-Shops Produkte an die Kunden verkaufen. „Mainz gebracht“ sorgt dann dafür, dass die Lieferung für den Kunden kostenlos ist, aber auch die Händler nur einen symbolischen Betrag zahlen.

Die Mainzer Sparkasse unterstützt die Initiative nun mit 5000 Euro. „Die Initiative ist aus unserer Sicht ein großartiger und wichtiger Ansatz für unseren Einzelhandel in dieser besonderen Situation. Sie zeigt, dass das Mainzer Wirtschaftsleben ebenso von Kreativität und Zusammenhalt geprägt ist, wie das Lebensgefühl der Stadt im Ganzen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mainz, Thorsten Mühl.

Kochen für Helden

Den Menschen helfen, die gerade dafür sorgen, dass unser Alltag so normal wie möglich weitergeht? Das geht. Das haben sich auch die Initiatoren von „kochenfürheldenmainz“ gedacht. Auf ihrer Instagram-Seite schreiben sie: „Wir schließen uns dem Berliner Modell nach dem Vorbild von @maxstrohe vom @tuluslotrekberlin an und kochen Essen für die, die den Laden in den Zeiten der Krise zusammenhalten. Für Menschen in den systemrelevanten Funktionsberufen, für die Home Office keine Alternative ist. 🍽Ihr seid eine Gastronomie und wollt mitmachen? Ihr seid Zulieferer und habt Sachspenden (Zutaten, Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe) oder ein Unternehmen, welches sich finanziell einbringen möchte?“ Wer helfen möchte, kann sich bei „Kochen für Helden Mainz“ melden.

Online-Lieferungen aus Mainz

Ihr wollt wissen, ob auch Euer Lieblingsladen zu Euch nach Hause liefert? Auf der Seite der Stadt Mainz gibt es eine ausfühliche Zusammenfassung aller Lieferangebote. Einen weiteren Lieferservice, im konkreten Fall von Lebensmitteln, bietet „Regiocart Mainz“. Nähere Informationen zu dem Angebot gibt es hier. Auch die Apotheke in der MED bietet ihren Kunden aktuell einen Botendienst an. Sie liefern im Filialumkreis von 35 Kilometern kostenlos aus. (mm)

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