Unorte in Mainz

Der Dom! Die Christuskirche! Der Rhein! In Mainz gibt es genügend Orte, die sich hervorragend als Postkartenmotiv eignen. Doch es gibt auch hässliche Stellen. In unserer neuen Serie stellen wir sie Euch vor.

Unorte in Mainz

Ob am Rheinufer, in den Gassen der Altstadt oder beim Picknick im Volkspark – in Mainz kann man viele schöne Ecken bewundern. Doch zwischendrin gibt es auch immer wieder hässliche Orte.

Einer von ihnen ist sicher der „schäbige Tunnel am Mainzer Hauptbahnhof“. So nennt ihn Merkurist-Leserin Julie in ihrem Snip. Gemeint ist die Osteinunterführung, die Kaiser-Wilhelm-Ring und Mombacher Straße verbindet. „Warum ist der Tunnel am Hauptbahnhof so unfassbar verdreckt?Warum fühlt sich niemand für diesen Zustand verantwortlich?“, schreibt Julie weiter. Dieser Zustand - das heißt: Taubenkot, Graffiti, Urin, Zigarettenstummel.

Vorbild Goethetunnel

Seit neue Studentenwohnungen, Büros und Hotels an der Mombacher Straße gebaut wurden, müssen auch immer mehr Menschen durch den Tunnel laufen. Ein guter Grund, die Unterführung zu sanieren? Für Userin Anna auf jeden Fall. „Früher lag die Unterführung täglich auf meinem Weg - wäre cool, wenn die mal verschönert werden würde.“

Vorbild dafür könnte der Goethe-Tunnel sein. Dieser befindet sich nur wenige Hundert Meter entfernt und liegt ebenfalls zwischen Mombacher Straße und Kaiser-Wilhelm-Ring. Vor sieben Jahren ließ die Stadt hier eine neue Beleuchtung einbauen. Diese deckt je nach Lichteinfall das gesamte Farbspektrum ab und macht die Unterführung so zu einem Hingucker. Das Projekt wurde laut „Sensor“ zu 80 Prozent vom Land finanziert.

Ist etwas Ähnliches auch für die Osteinunterführung geplant? Eine Merkurist-Anfrage an die Stadt blieb bisher unbeantwortet. (df)

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