Diese Mainzer wurden zu Helden

Schutzengel auf der B9, ein Jogger rettet einem Mainz-05-Mitarbeiter das Leben und ein Polizist verhindert einen Suizid – diese Mainzer wurden im Alltag zu Helden.

Diese Mainzer wurden zu Helden

Sie sind weder berühmt noch haben sie Superkräfte, aber im Kleinen haben sie Großes geleistet. Merkurist stellt in einer neuen Serie Mainzer vor, die im Alltag zu Helden wurden. In unserem ersten und zweiten Teil haben wir Euch bereits vier Geschichten vorgestellt. Hier sind weitere Mainzer, die zu Helden wurden.

Polizist verhindert Suizid

Als Thomas Jayme, Polizeioberkommissar der Diensthundestaffel, Mitte August mit seinem Hund über die Autobahn A63 fuhr, musste er plötzlich anhalten. Eine junge Frau war über das Geländer der Autobahnbrücke geklettert und wollte hinunterspringen. Jayme sprach die Frau an.

Die Frau ließ sich fallen, in letzter Sekunde konnte Jayme sie noch festhalten. Es gelang ihm, die Situation zu beruhigen und die Frau zu fixieren. Sie wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen und betreut.

In diesem Oktober wurde der Polizist für seine Heldentat geehrt.

Jogger rettet Mainz-05-Mitarbeiter das Leben

Dieser Mainz-05-Mitarbeiter hatte Glück im Unglück! Im Februar dieses Jahres erlitt der Mitarbeiter des 05er-Reinigungs- und Ordnungsdienstes einen Herzinfarkt und sackte zusammen. In diesem Moment lief ein Jogger an der Opel Arena entlang. Der zunächst Unbekannte, der wohl beruflich als Rettungssanitäter arbeitet, konnte sofort Erste Hilfe leisten.

Der Verein veröffentlichte die Heldentat und suchte nach dem unbekannten Mann. Dann meldete sich der Mann. Dann wurde klar: Es waren sogar mehrere Personen, die dem Mitarbeiter halfen. Außer dem Jogger, der tatsächlich Rettungssanitäter ist, waren vor ihm auch noch andere Passanten zur Stelle.

Mutter sucht Lebensretterinnen ihres Sohnes

Bei einem schweren Unfall im Sommer 2018 auf der B9 wurde Alexander schwer verletzt: Er erlitt er 24 Knochenbrüche, eine Lungenquetschung, einen Milzanriss, und wäre fast verblutet. „Alexander war lebensgefährlich verletzt, es stand auf Messers Schneide“, sagte seine Mutter Tina. Doch Alexander hatte Schutzengel: Direkt nach dem Unfall kümmerten sich mehrere Ersthelfer um ihn.

Von der Oppenheimer Polizei erfuhr Tina von einem der Helfer. Sie besuchte den Mann und bedankte sich persönlich. Doch dieser erzählte ihr, dass er nicht der Einzige gewesen sei, der ihrem Sohn geholfen habe. Er erinnerte sich an zwei Frauen, die ebenfalls vor Ort waren. Über Merkurist suchte Tina nach ihren Schutzengeln - mit Erfolg. Eine der beiden Frauen meldete sich: Diana aus Dienheim. Wie sie vor Ort helfen konnte, lest Ihr hier:

„Super-Manni“ wird gefeiert

Über die App „Jodel“ können User anonym Beiträge posten und erreichen damit die Nutzer in der näheren Umgebung. Ein Post aus Mainz erhielt im August 2018 besonders viel Aufmerksamkeit: „Wenn man gestern Abend der Einzige im Bus war und Manni per Durchsage fragt, wo man hin will, einen dann vor der Haustür rauslässt und einem per Durchsage einen schönen Abend und eine gute Nacht wünscht.“ Den Post versah er mit dem Hashtag #Manniistderbeste. Manni ist bei Jodel ein gängiger Spitzname für Busfahrer.

Andere User reagierten begeistert, sein Arbeitgeber Mainzer Mobilität entspannt. „Wir haben seit einigen Jahren sogar das Programm ‚Halten auf Wunsch‘“, sagte ein Pressesprecher. In bestimmten Situationen könnten die Busfahrer selbst entscheiden, ob sie die Fahrgäste näher an der Haustür rauslassen. „Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine Frau nachts alleine noch länger nach Hause laufen müsste.“ (df)

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