„Menstruierende Männer“: Kabarettist schießt gegen Mainzer Politiker

Ein Tweet des Mainzer Stadtratmitglieds Maurice Conrad wird derzeit kontrovers diskutiert. Nun hat sich auch der Kabarettist Serdar Somuncu in die Diskussion „eingemischt“.

„Menstruierende Männer“: Kabarettist schießt gegen Mainzer Politiker

Ob er geahnt hätte, dass er damit zur „Zielscheibe“ eines bundesweit bekannten Kabarettisten wird? Mit seinem Tweet über „menstruierende Männer“ hat sich der Mainzer Lokalpolitiker Maurice Conrad (Piraten/Volt) jedenfalls in den Fokus von Serdar Somuncu kommentiert - und erhält dafür unter anderem einen Tränenlach-Smiley.

Was ist passiert?

Erst am Mittwoch forderten die Mainzer Piraten und Volt kostenlose Menstruationsartikel in öffentlichen Gebäuden. Mehr als die Hälfte der Menschheit menstruiere im Laufe ihres Lebens, heißt es in einer Mitteilung beider Parteien. Um am öffentlichen Leben teilhaben zu können, würde Schätzungen zufolge eine Person im Schnitt 20.000 Euro für ihre Periode ausgeben.

Am Donnerstagnachmittag twitterte Stadtratsmitglied Conrad nun: „Wie fragil muss Männlichkeit sein, dass so viele es einfach nicht wahrhaben können, dass es menstruierende Männer gibt?“ Fast 2000 Kommentare (Stand: 24.11.) erntete seine Aussage inzwischen auf Twitter. Während Conrads Meinung auch die Zustimmung von mehr als 1000 weiteren Usern erhält, scheint Kabarettist Somuncu eher amüsiert über den Post zu sein. Auf seinem Facebook-Account postete er einen Screenshot von Conrads Tweet und kommentierte ihn wiederum mit „Sidefact“, gefolgt von einem Tränenlach-Smiley und einem Regenbogen-Emoji.

Auch auf Somuncus Facebook-Account erhält Conrads Post unzählige Reaktionen. Darunter sind Kommentare wie: „Irgendwie habe ich wohl damals in Biologie nicht aufgepasst“ oder „Er meint bestimmt masturbierende Männer“ und „Wie hart Männer menstruieren können, sieht man zum Beispiel, wenn Serdar Somuncu sich aufregt. Erinnert mich stark an meine Frau.“

Maurice Conrad wiederum hat noch nicht auf Somuncus Social-Media-Post reagiert. Dafür wollen er und seine Kollegen ihre Forderung nach kostenlosen Menstruationsartikel in öffentlichen Gebäuden in der nächsten Woche im Stadtrat einbringen.

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