Frankfurter Forscher benennt Riesenspinnen nach Greta Thunberg

Wissenschaftler will auf bedrohte Artenvielfalt aufmerksam machen

Frankfurter Forscher benennt Riesenspinnen nach Greta Thunberg

Ein Frankfurter Arachnologe hat eine neue Spinnengattung auf Madagaskar nach Klimaaktivistin Greta Thunberg benannt. Das gab das Senckenberg-Museum in Frankfurt bekannt.

Der Frankfurter Forscher Peter Jäger fasste fünf Arten innerhalb der Riesenkrabbenspinnen unter dem Namen Thunberga zusammen. „Der Name soll dabei bewusst an die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihr Engagement gegen den Klimawandel erinnern“, heißt es in der Pressemitteilung des Museums. Jäger wolle damit auf die Bedrohung der madagassischen und globalen Artenvielfalt aufmerksam machen.

Arachnologe Jäger erklärt: „Thunbergs Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel ist beeindruckend.“ Die Benennung der neuen Spinnengattung solle auch ein Weckruf sein, damit die Forderungen der Protestierenden vonseiten der Politik und Wirtschaft gehört werden: „Die steigenden Temperaturen beeinflussen alle Bereiche der Natur – die madagassische Endemitenvielfalt und Spinnenfauna eingeschlossen.“

Peter Jäger hat in den letzten 20 Jahren viele neue Spinnenarten beschrieben. Thunberga greta ist genau die 400. Art, die er entdeckt hat. Immer wieder macht er mit prominenten Namen auf Probleme aufmerksam, die die Natur betreffen. Das bekannteste Beispiel bisher war die südostasiatische Riesenkrabbenspinne Heteropoda davidbowie.

Anmerkung: Bei der abgebildeten Spinne handelt es sich um ein Symbolbild. (mm)

Logo