Als das jüdische Mainz brannte und verwüstet wurde: Der 9. November 1938

Gedenken an die Reichspogromnacht und die Massendeportationen von Mainzer Juden

Als das jüdische Mainz brannte und verwüstet wurde: Der 9. November 1938

Als in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 im gesamten Deutschen Reich die Synagogen brannten, Geschäfte und Wohnungen jüdischer Menschen zerstört, verwüstet und geplündert wurden, ist auch das jüdische Mainz nicht verschont worden.

Die ehemalige Mainzer Hauptsynagoge und die orthodoxe Synagoge am Flachsmarkt wurden von den Nationalsozialisten in Brand gesteckt. Ein großer Teil des jüdischen Lebens wurde zerstört.

Anlässlich des Jahrestages der Pogromnacht 1938 und der Massendeportationen von Mainzer Juden im Jahr 1942 wird es am heutigen 9. November einen Schweigemarsch geben. Er beginnt mit einer Gedenkstunde in der Neuen Synagoge Mainz um 16 Uhr. Hier werden Anna Kischner als Vorsitzende der jüdischen Gemeinde sowie Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky sprechen. Auch die Beigeordnete Marianne Grosse (SPD) wird eine Rede halten.

Von dort geht der Marsch gegen 16:45 Uhr zum ehemaligen Güterbahnhof. Einen Stopp gibt es an der Turnhalle der Goetheschule, die als letztes Sammellager der jüdischen Bevölkerung diente. Um 17:45 Uhr findet eine Abschlussveranstaltung am zukünftigen Gedenkort „Deportationsrampe“ in der Mombacher Straße statt.

Organisiert wird die Veranstaltung von der Stadt Mainz, der Jüdischen Kultusgemeinde Mainz-Rheinhessen, dem Verein für Sozialgeschichte, dem Haus des Erinnerns sowie dem Stadthistorischen Museum Mainz. Männliche Besucher werden um eine Kopfbedeckung gebeten.

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