Görtz muss Filialen schließen – was wird aus dem Laden in Mainz?

Der Schuhhändler Görtz hatte bereits im September die Insolvenz des Unternehmens bekanntgegeben. Nun müssen offenbar etliche Läden schließen. Wie stehen die Chancen um das Mainzer Geschäft?

Görtz muss Filialen schließen – was wird aus dem Laden in Mainz?

Steigende Energiekosten und die starke Inflation nannte die Geschäftsführung des Schuhhändlers Görtz bereits im September als Gründe für einen „deutlichen Umsatzrückgang“. Die Menschen seien verunsichert und zurückhaltend geworden. Eine „nachhaltige Restrukturierung“ kündigte Görtz an, und stellte beim Amtsgericht Hamburg einen Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens – der dann auch bewilligt wurde, in Eigenverwaltung.

Die Geschäftsführung wolle einen Plan erstellen, wie das Unternehmen erhalten werden könne. Die Stores konnten zunächst geöffnet bleiben, die Mitarbeitenden hatten bis einschließlich November Gehalt von der Bundesagentur für Arbeit bekommen. Ab Dezember, so war der Plan, wollte Görtz die Löhne und Gehälter wieder aus eigenen Mitteln zahlen.

Wie nun einige Medien berichten, sei das Sanierungsverfahren am Amtsgericht Hamburg inzwischen eröffnet worden. Klar sei, dass etliche der 160 Filialen in Deutschland und Österreich schließen müssen. Die Geschäftsführung habe versucht, die Miete für die Filialen zu reduzieren. Die Gespräche seien aber bei vielen Vermietern offenbar nicht erfolgreich verlaufen, so dass Läden aufgegeben und die Beschäftigten dort entlassen werden müssten. Einige Mietverträge seien sogar schon gekündigt worden. Dieser Schritt sei „alternativlos“, heißt es aus der Geschäftsführung. Dennoch wolle man das Unternehmen erhalten.

Wie viele und welche Standorte betroffen sind, hat das Unternehmen bisher noch nicht bekanntgegeben. Auch die Zukunft des Mainzer Stores Am Brand ist ungewiss. Insgesamt sind 1800 Beschäftigte bei Görtz beschäftigt.

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