Schott reißt komplettes Gebäude an Mainzer Standort ab

Seit Wochen herrscht auf dem Gelände von Schott Glaswerke in der Hattenbergstraße eine Baustelle. Denn hier wird ein riesiges Gebäude abgerissen. Was ist der Grund?

Schott reißt komplettes Gebäude an Mainzer Standort ab

Erst wurde es entkernt, nun wird es Geschoss für Geschoss abgetragen: Auf dem Gelände der Firmenzentrale der Schott AG Mainz in der Neustadt ist ein riesiges Gebäude abgerissen worden.

Viele Merkurist-Leser erstaunt der Vorgang direkt an der Straße. Bereits Anfang Juli fielen vorbeikommenden Menschen die Abrissarbeiten in der Hattenbergstraße auf, inzwischen sind sie weit fortgeschritten.

Gebäude stark sanierungsbedürftig

Eine Merkurist-Anfrage bei der Schott-Pressestelle ergab, dass es sich bei dem Haus um das „Bürogebäude V1“ handelt, in dem bisher die Verwaltungsbereiche untergebracht waren. Dieses sei aus dem Jahr 1952 und stark sanierungsbedürftig gewesen, so ein Unternehmenssprecher. „Sowohl die Bausubstanz als auch die technische Gebäudeausstattung entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen an moderne Arbeitswelten sowie den geltenden Standards in den Bereichen Brandschutz und Energieeffizienz.“

Es sei nicht mehr möglich gewesen, das Haus „nachhaltig und wirtschaftlich“ weiterzunutzen. Der Rückbau sei zudem „ein wichtiger Schritt auf dem Weg, um moderne Arbeitswelten zu schaffen und die Flächennutzung langfristig zukunftsfähig auszurichten“. Konkret spricht er von geänderten Arbeitsanforderungen wie flexiblen Arbeitsmodelle und modernen Flächenkonzepten. „Diese erfordern heute deutlich weniger klassische Büroflächen als in der Vergangenheit“, erklärt der Sprecher weiter.

Mit dem Abriss des Bürogebäudes würden daher Grundlagen geschaffen, die freiwerdenden Flächen „bedarfsgerecht neu zu gestalten“. Ziel sei es, den Standort an heutigen und künftigen Anforderungen anzupassen. Dazu, wie genau die freiwerdende Fläche künftig konkret genutzt werde, gebe es jedoch „noch keine abschließende Entscheidung“.