So will ein Mainzer Pärchen seinen Lieblingslokalen in der Krise helfen

Sarah Künnecke und Florian Hoffmann lieben das Mainzer Nachtleben. Damit es ihnen auch nach der Corona-Krise erhalten bleibt, haben sie eine Spendenaktion gestartet. Unter dem Namen „Schorlidarität“ können sich alle Mainzer beteiligen.

So will ein Mainzer Pärchen seinen Lieblingslokalen in der Krise helfen

„Wir lieben die Mainzer Gastroszene, die Clubs, Bars und Kneipen. Und wie viele andere Leute auch, vermissen wir das alles während Corona sehr und wollen, dass es auch nach der Krise noch da ist“, erzählt Sarah Künnecke. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Florian Hoffmann hat sich die Mainzerin deshalb etwas ausgedacht: Mit selbst designten Produkten wie Bio-Shirts, Hoodies, Schorle-Bechern und einem Spendenkonto, wollen die beiden Geld sammeln, um die Gastro- und Kulturszene zu unterstützen. Das Projekt läuft unter dem Namen „Schorlidarität“ und ist an Ostern online gegangen.

„Wir haben uns beim Weggehen an Rosenmontag kennengelernt und jetzt kämpfen wir dafür, dass uns das, was uns am Herzen liegt, erhalten bleibt.“ - Sarah Künnecke

„Es passt schon echt gut. Wir haben uns beim Weggehen an Rosenmontag kennengelernt und jetzt kämpfen wir dafür, dass uns das, was uns am Herzen liegt, erhalten bleibt“, sagt Sarah. Denn gemeinsam war das Paar vor Corona eigentlich jedes Wochenende im Mainzer Nachtleben unterwegs: „Wenn wir irgendwo waren und eigentlich heim wollten, sind wir immer an irgendeiner Kneipe stehengeblieben und haben gesagt ‘Ach komm, einer geht noch’“, erzählt Florian. Im letzten Herbst war ihnen dann klar: „Wir wollen etwas dafür tun, damit das auch nach Corona wieder so wird“. Komplett in Eigenleistung bauten sie die Website und den Online-Shop auf - Sarah kam der Name in den Sinn und Florian zeichnete die Motive.

Hälfte des Gewinns geht an Mainzer Lokale

„Unsere Intention damit ist nicht, selber Geld zu verdienen, sondern zu helfen.“ Beide sind voll berufstätig und sehen das Projekt nicht als Einnahmequelle. „Im Endeffekt haben wir ja doch was davon, denn wir dürfen dann hoffentlich bald wieder an unserer Lieblingstheke sitzen“, erklärt Florian. Die Hälfte des Gewinns des Shops will das Paar direkt an Gastronomen, Club- und Kneipenbetreiber spenden. Die andere Hälfte wollen sie in neue Ideen reinvestieren - beispielsweise in einen Schoppe-Wein oder ein eigenes Schoppe-Glas. „Wir wollen aber wirklich keine Konkurrenz für die tollen T-Shirt- oder Schoppe-Glas-Produzenten sein, die es schon in Mainz gibt.“ Wer nichts kaufen möchte, kann deshalb auch über eine Betterplace-Kampagne direkt spenden.

An welche Mainzer Lokale die Spenden am Ende genau gehen werden, steht noch nicht zu 100 Prozent fest, weil das Projekt noch am Anfang stehe. „Wir wollen vor allem die unterstützen, die die Corona-Krise vielleicht nicht überstehen würden“, sagen sie. Neuigkeiten zum aktuellen Stand der Spenden, den Lokalen, an die das Geld gehen wird und die Zukunft des Projekts, wollen Sarah und Florian unter anderem bei Instagram bekanntgeben. „Unser Ziel ist, dass ‘Schorlidarität’ eine Plattform wird, über die man verschiedene Sachen unterstützen kann. Auch nach Corona.“

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