Nach Regel-Verwirrung um Friseurbesuche: Das gilt jetzt wirklich

Müssen vollständig Geimpfte vor einem Friseurbesuch einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen oder nicht? Diese Frage sorgte im Laufe der Woche für Verwirrung. Merkurist erklärt: DAS gilt jetzt wirklich.

Nach Regel-Verwirrung um Friseurbesuche: Das gilt jetzt wirklich

In den vergangenen Tagen herrschte bei Friseuren und deren Kunden Verwirrung. Die Stadt Mainz und das Land Rheinland-Pfalz hatten unterschiedliche Informationen darüber veröffentlicht, ob vollständig Corona-Geimpfte vor dem Friseurbesuch einen aktuellen Schnelltest vorlegen müssen oder nicht (wir berichteten). Schuld an der Verwirrung war offenbar eine Kommunikationspanne zwischen Land und Stadt. Doch was gilt nun?

Inzwischen ist klar: 14 Tage nach der zweiten Corona-Impfung ist in ganz Rheinland-Pfalz kein aktueller Schnelltest mehr vor einem Friseurbesuch notwendig. Vollständig Geimpfte müssen allerdings ihren Impfausweis vor dem Friseurbesuch vorzeigen. Wer vollständig geimpft ist, wird auf eine Stufe mit den Kunden gesetzt, die einen negativen Schnelltest vorweisen können. Die Regelung gilt übrigens auch unabhängig von der jeweiligen Inzidenz im entsprechenden Landkreis.

Das Infektionsschutzgesetz sehe vor, dass bis zum Erlass einer Bundesrechtsordnung landesrechtlich geregelte Erleichterungen „für Personen, bei denen von einer Immunisierung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auszugehen ist“ unberührt bleiben, so ein Landessprecher gegenüber Merkurist. „Vor diesem Hintergrund gilt der Grundsatz ‘Bundesrecht bricht Landesrecht’ hier nicht.“

Eine FFP-2-Maske müssen übrigens auch vollständig Geimpfte während des Friseurbesuches tragen. Zudem müssen die Friseursalons die Kontakte ihrer Kunden erfassen.

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