Handkäs und Klimakleber: So denken die Mainzer OB-Kandidaten

Wie spontan sind die Mainzer OB-Kandidaten? Wir haben alle sieben Anwärter mit einigen außergewöhnlichen Fragen konfrontiert. Die Antworten fielen teils sehr unterschiedlich aus.

Handkäs und Klimakleber: So denken die Mainzer OB-Kandidaten

Einen Satzanfang möglichst kurz und präzise vervollständigen – darum ging es bei den „Schnellfragen“, die wir den Mainzer Kandidaten zur Wahl des nächsten Oberbürgermeisters (OB) stellten. Die Themen waren bewusst so gewählt, dass Aktuelles und Politisches mit persönlichen Einstellungen zu bestimmten Bereichen abwechselten. Jedem der Kandidaten stellten wir dabei selben zwölf Fragen – zum Beispiel zu Rosenmontagskostümen, Coronaregeln und Handkäs. Die Antworten waren teils überraschend und teils sehr verschieden.

Große Unterschiede gab es etwa bei dem „aktuell bedeutendsten deutschen Politiker“: Nino Haase (parteilos) antwortete hier mit Tübingens OB Boris Palmer, Manuela Matz (CDU) mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Mareike von Jungenfeld (SPD) mit dem amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz. Viering misst seiner Parteikollegin Annalena Baerbock die größte Bedeutung zu, Engelmann dem Bundesjustizminister Marco Buschmann, Haker dem Parteivorsitzenden Martin Sonneborn, Malcherek dem nächsten Mainzer Oberbürgermeister beziehungsweise der Oberbürgermeisterin.

Heikel wurde es bei der Frage, was die Kandidaten selbst unternehmen würden, wenn sie wegen eines „Klimaklebers“ im Stau stehen würden. Vorauszustellen ist, dass wir die Frage vor der Aktion der Kimaaktivisten auf der Mainzer Alicenbrücke gestellt hatten. Malcherek würde sich denken: „ein Stau mehr. Der Anlass ist wenigstens nachvollziehbar“, Viering würde das Staustehen einfach als Tatsache hinnehmen. Matz würde nach eigenen Aussagen denjenigen, die sich angeklebt haben, sagen, dass „es vielleicht andere, bessere Möglichkeiten gibt, auf sich aufmerksam zu machen“, Engelmann „als Jurist über die rechtlichen Voraussetzungen von Notwehr nachdenken, ohne sie selbst anwenden zu wollen“. Haase wäre nicht begeistert, da er es „für keine Form des demokratischen Protests“ hält. Von Jungenfeld hätte „Verständnis für das Anliegen, aber nicht für die Methoden“ und Haker würde kurzum aussteigen und den Rest zu Fuß laufen.

Was die Kandidaten zu den anderen Fragen antworteten, könnt ihr in den kompletten Schnellfragerunden nachlesen von Lukas Haker, Nino Haase, Christian Viering, Mareike von Jungenfeld, Marc Engelmann, Manuela Matz und Martin Malcherek.

Die Interviews mit den sieben Anwärtern auf das Amt des nächsten Mainzer Oberbürgermeisters findet ihr hier:

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