Schneechaos in Mainz: Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

Schnee und Glätte sorgten am Dienstag für Chaos rund um Mainz. Es gab etliche Unfälle, die Feuerwehr musste den ausgefallenen Rettungshubschrauber ersetzen.

Schneechaos in Mainz: Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

Winterliche Straßenverhältnisse und plötzlicher Schneefall haben am Dienstag (3. Februar) in und rund um Mainz zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen und Unfällen geführt.

Zwischen 12 und 20 Uhr zählte die Polizeiautobahnstation Heidesheim insgesamt 16 Verkehrsunfälle auf den Autobahnen rund um Mainz. Bei zwei davon wurden Personen leicht verletzt, bei den übrigen blieb es bei Sachschäden. Wegen überfrierender Nässe fuhren sich zudem mehrere Lastwagen an den Autobahnauffahrten Mainz-Laubenheim, Mainz-Hechtsheim West und Saulheim fest. Die Anschlussstellen mussten mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) geräumt werden und blieben teilweise bis zu drei Stunden voll gesperrt. Laut Polizei konnten bei den meisten Unfällen keine Mängel an den Fahrzeugen oder grobe Fehler der Fahrer festgestellt werden.

Anders sah es bei einem Unfall kurz vor 13 Uhr auf der A61 an der Anschlussstelle Gundersheim aus. Dort verlor ein 44-jähriger Lkw-Fahrer auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und es kam im Grünstreifen zum Stehen. Der Fahrer blieb zwar unverletzt, ein Atemalkoholtest ergab jedoch einen Wert von 2,75 Promille. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Feuerwehr im Dauereinsatz

Auch die Feuerwehr Mainz war nach eigenen Angaben durch den anhaltenden Schneefall im Dauereinsatz. Die Einsatzkräfte leisteten Hilfe bei Unfällen und unterstützten gestrandete Verkehrsteilnehmer. Eine große Herausforderung war dabei, die Einsatzorte überhaupt zu erreichen. Die Fahrzeuge auf den Wachen wurden daher mit Schneeketten ausgerüstet.

Da der Rettungshubschrauber wegen des starken Schneefalls nicht fliegen konnte, sprang die Feuerwehr bei mehreren medizinischen Notfällen ein. Ein Fahrzeug der Feuerwehr holte den Notarzt an der Uniklinik ab und fuhr ihn zu den verschiedenen Einsatzstellen.