„Bäckerei Kai Olemutz“ schließt alle Filialen

Noch in diesem Monat schließt Bäckermeister Kai Olemutz seine drei Geschäfte in Mainz. Das hat vor allem einen Grund.

„Bäckerei Kai Olemutz“ schließt alle Filialen

Zum Ende des Monats schließt Kai Olemutz seine beiden Bäckereien in Mombach und die Filiale in der Mainzer Neustadt. Das bestätigt Olemutz gegenüber Merkurist. Die „Allgemeine Zeitung“ hatte zuerst berichtet.

Die Entscheidung habe er „relativ kurzfristig“ Ende Januar, Anfang Februar getroffen. „Ursprünglich wollten wir unser Hauptgeschäft in der Hauptstraße in Mombach noch nicht schließen, jetzt fällt aber ein Mitarbeiter noch für mindestens ein halbes Jahr aus. Das war das i-Tüpfelchen“, so Olemutz. Das sei auch das generelle Problem: Olemutz findet keine „adäquaten Mitarbeiter“ mehr.

Auch Baustellen waren ein Problem

„Seit zwei Jahren suchen wir noch zwei Gesellen und finden niemanden“, so Olemutz. Die meisten Bewerber kämen aus Großbäckereien und würden nicht alle Kompetenzen für eine kleine Bäckerei mitbringen. „Die Misere fängt schon bei den Lehrlingen an und zieht sich dann bis zu den Gesellen durch.“

Auch die Baustellen in der Boppstraße und der Hauptstraße seien ein Problem gewesen, wenn auch nicht das entscheidende. „Wir hatten dadurch weniger Umsatz. Gerade in der Boppstraße kam nur noch die Stammkundschaft, man konnte ja teilweise kaum den Eingang finden“, sagt Olemutz. Allerdings: „Mit genügend Personal hätten wir uns da etwas einfallen lassen können, wie wir es kompensieren.“ Doch mit der derzeitigen Personallage sei er als Chef zu sehr damit beschäftigt gewesen, in der Backstube zu arbeiten. „Da hatte ich keine Zeit für solche Dinge.“

Am 28. März ist Schluss für die Olemutz-Bäckereien in der Hauptstraße und in der Boppstraße, die Filiale in der Suderstraße schließt schon drei Tage früher. Derzeit hat Olemutz noch sieben Mitarbeiter. Dass die schnell einen neuen Job finden, davon ist Olemutz überzeugt. „Es sind alles gut ausgebildete Leute - und andere Bäckereien suchen ja auch Personal.“ Auch er selbst wird sich dann bewerben. „Aber jetzt gilt es erst einmal, das Geschäft ordentlich abwickeln.“ (df)

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