Mit einem großen Aufgebot an Rettungskräften haben Polizei und Feuerwehr am Sonntagnachmittag nach einer Person im Rhein gesucht. Im Einsatz waren auch Rettungsboote und ein Hubschrauber. Nun stellte sich heraus: Die Rettungskräfte wurden mit einem fingierten Anruf belogen – die Suchaktion hätte es nie geben müssen. Das berichtet die Polizei am Montag.
Gegen 13:40 Uhr hatte ein Anrufer die Rettungskräfte alarmiert. Er sagte, eine Person sei bei Mainz-Kastel in den Rhein gestürzt. Nach mehr als einer Stunde wurde die Aktion abgebrochen – von einer Person im Wasser fehlte jede Spur.
Während Ermittlungen der Polizei rückte ein 16-Jähriger am Rheinufer auf Wiesbadener Seite in den Fokus der Beamten. Er wurde als der Anrufer identifiziert und schließlich kontrolliert. Der Jugendliche wurde später von der Polizei an seine Eltern übergeben. Er muss sich nun wegen Missbrauchs von Notrufen verantworten. Zudem wird geprüft, ob er für die Kosten des Polizeieinsatzes herangezogen wird.
Die Polizei betont in diesem Zusammenhang: Ein Notrufmissbrauch bindet wichtige Einsatzmittel, die an anderer Stelle von Nöten sind, und gefährdet Menschenleben.