Wie ein italienisches Eiscafé in der Corona-Krise Mut machen will

Eine Mainzer Eiscafé-Betreiberin versucht in der Corona-Krise, den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ihr Motto: „Alles wird gut“.

Wie ein italienisches Eiscafé in der Corona-Krise Mut machen will

„Alles wird gut“ - mit dieser Nachricht versucht die deutsch-italienische Eiscafé-Betreiberin Agnese Covre den Mainzern in der Corona-Krise ein bisschen Mut zu machen. Eingebettet ist das Spruchband über der Eisdiele am Schillerplatz zwischen einer italienischen und einer deutschen Flagge. Gegenüber Merkurist erklärt Covre: „Wir haben das Plakat am Sonntagmorgen aufgehängt, es ist direkt am Schillerplatz und daher für viele Mainzer gut zu sehen.“

Seit 2006 betreibt Covre das Eiscafé in der Mainzer Altstadt, normalerweise hängt sie die beiden Landesflaggen zu Fußballevents wie Welt- oder Europameisterschaften an ihren Laden. Nun aus einem anderen Grund: „Ich habe Familie in Italien und lebe in Deutschland: Ich will damit einfach ein Zeichen der Verbundenheit setzen - wir sitzen alle im selben Boot“, sagt sie. Vor allem junge Menschen würden nun häufig vor dem Geschäft stehen bleiben und Fotos vom Plakat machen.

Sorgen um Gesundheit und Existenz

Eine Situation wie sie nun durch das Corona-Virus entstanden ist, habe sie noch nie erlebt, so Covre. „Es fühlt sich komisch an, weil man die Gefahr nicht sieht. Und wir machen uns nicht nur Sorgen um unsere Gesundheit, sondern auch um unsere Existenz.“ Wirtschaftlich sei nämlich noch nicht abzusehen, wie das Eiscafé die zahlreichen Einschränkungen verkraftet. „Was, wenn die Kunden nicht mehr zu uns kommen?“, fragt sich Covre.

Nun versuche sie, sagt Covre, Nachbarn zu helfen: „Wenn Lebensmittel knapp werden oder eingekauft werden muss, machen wir vom Eiscafé-Team uns gerne nützlich.“ Bis zum Ende der Krise hofft Covre, dem ein oder anderen Mainzer Mut zu machen - und wenn es nur mit einem Plakat ist. (df)

Logo