Nach Brand in Moria-Flüchtlingslager: Kundgebung in Mainz geplant

Demo für 19 Uhr geplant

Nach Brand in Moria-Flüchtlingslager: Kundgebung in Mainz geplant

Nachdem mehrere Brände in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch große Teile des griechischen Flüchtlingslagers Moria zerstört haben, wird es am Mittwochabend eine Kundgebung auf dem Mainzer Schillerplatz geben. Dazu ruft der Verein Seebrücke Mainz gemeinsam mit der Linken Mainz-Bingen und anderen Gruppierungen auf.

Um 19 Uhr soll die Kundgebung vor dem Osteiner Hof stattfinden. Auf der Facebook-Seite der Veranstaltung heißt es: „Die Bilder der vergangenen Nacht schockieren und empören uns zutiefst. Deswegen rufen wir auf: Zeigt euch solidarisch mit den Menschen auf Lesbos, mit den Seenotrettern, mit Menschen auf der Flucht, egal wo sie sind und wohin sie fliehen.“ Wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen weisen die Veranstalter zudem auf die Einhaltung des Mindestabstands-Regeln sowie auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten Veranstaltung hin.

In Mainz, aber auch in mehr als 20 weiteren Deutschen Städten soll der Zustand im griechischen Flüchtlingslager am Abend zum Thema gemacht werden. Unter anderem finden parallel Kundgebungen auch in Wiesbaden, Hamburg, Köln, Berlin und Mannheim statt.

Zu den schweren Bränden äußerte sich am Vormittag auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). „Das Leid der Menschen im griechischen Flüchtlingslager Moria ist unermesslich. Die Bilder erschüttern uns. Wir haben die humanitäre Verpflichtung, zu helfen. Jetzt!“ Rheinland-Pfalz und viele Kommunen hätten längst signalisiert, vor allem Flüchtlingskindern und ihren Familien schnell helfen zu wollen, so die Ministerpräsidentin weiter. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) müsse nun „den Weg frei machen für eine deutsche Aufnahme“, so Dreyer weiter. (pk)

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