Mainzer Unimedizinern gelingt Durchbruch in der Krebsforschung

Erkenntnisse könnten Krebstherapien verbessern

Mainzer Unimedizinern gelingt Durchbruch in der Krebsforschung

Forscher der „Cell Biology Unit“ der Universitätsmedizin Mainz haben eine weitere Ursache für das sogenannte papilläre Schilddrüsenkarzinom (PTC) identifiziert: eine bislang unbekannte Kombination zweier Proteine, die das Tumorwachstum in der Schilddrüse fördert. Das gibt die Universitätsmedizin Mainz bekannt.

Die neu entdeckte Verbindung entsteht durch genetische Veränderungen körpereigener Zellen. Den Mainzer Wissenschaftlern gelang es, die krebsfördernde Funktion dieser Proteinfusion mit bereits bekannten onkologischen Wirkstoffen zu hemmen.

Dank der neuen Erkenntnisse könnten speziell abgestimmte Therapien für Menschen entwickelt werden, die diese krebserregende Proteinverbindung in sich tragen. Nachzulesen sind die Studienergebnisse in der Fachzeitschrift „Molecular Cancer“.

Hintergrund

Das Schilddrüsenkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Schilddrüse. Es handelt sich um die am häufigsten auftretende Art von Tumoren des hormonellen Systems. Unter den Schilddrüsenkarzinomen ist das papilläre Schilddrüsenkarzinom (PTC) am meisten verbreitet. Da die Anzahl der neu gestellten PTC-Diagnosen jährlich ansteigt, könnte die Erkrankung im Jahr 2030 zu den insgesamt vier häufigsten Tumorarten zählen.

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