Die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses in der Mainzer Augustinerstraße 22 wird länger dauern als ursprünglich geplant. Das teilte der Pressesprecher der Stadt Mainz gegenüber Merkurist mit. Grund dafür seien Schäden, die umfangreicher sind als zunächst angenommen.
Laut Baudezernat ist der Zustand einzelner Bauteile erst nach deren Freilegung erkennbar geworden. „Nach Freilegung der relevanten Bauteile durch das beauftragte Fachunternehmen wurde festgestellt, dass die erforderlichen Maßnahmen umfangreicher und zeitintensiver sind als ursprünglich angenommen.“ Die Arbeiten würden jedoch „weiter voranschreiten“.
Sanierung auf Kosten des Eigentümers
Bei dem Gebäude handelt es sich um das seit fast 13 Jahren leerstehende und verfallende Haus mit der Nummer 22, das vielen Mainzern als „Schandfleck“ gilt. Da der Eigentümer seiner Pflicht zur Instandhaltung nicht nachkam, hatte die Stadt im Herbst 2025 eine sogenannte Ersatzvornahme eingeleitet. Das bedeutet, die Stadt beauftragt die Sanierung und stellt die Kosten dem Eigentümer in Rechnung.
Ursprünglich war für die Arbeiten eine Dauer von drei bis vier Monaten angesetzt. Geplant ist, die Fassade denkmalgerecht instand zu setzen und die Deckenbalken zu erneuern, um die Statik des Gebäudes zu sichern. Nach Abschluss der Arbeiten soll auch das Gerüst entfernt werden, das aktuell den Weg einengt. Wann die Sanierung nun abgeschlossen sein wird, ist weiter unklar. Die Arbeiten sollen jedoch „zeitnah“ abgeschlossen werden, heißt es von Seiten der Stadt weiter.