Mainz 05 plant neue Regeln für den Ausschluss von Mitgliedern

Der 1. FSV Mainz 05 will seine Satzung ändern, um konsequenter gegen Mitglieder vorgehen zu können, die sich diskriminierend verhalten. Im November stimmen die Mitglieder über die Vorschläge ab.

Mainz 05 plant neue Regeln für den Ausschluss von Mitgliedern

Der 1. FSV Mainz 05 plant, seine Satzung zu ändern, um den Ausschluss von Mitgliedern neu zu regeln. Wie aus einer Mitteilung an die Mitglieder hervorgeht, wurden die Vorschläge von Vorstand, Aufsichtsrat und Fanvertretern erarbeitet. Im November soll die Mitgliederversammlung darüber abstimmen.

Mainz 05 wolle mit den Änderungen seine Werte schützen und verlässlich handeln können. Dafür brauche es klare Regeln, verständliche Kommunikation und faire Verfahren, heißt es in dem Schreiben. Das gelte auch, wenn ein Mitglied wegen einer schweren Pflichtverletzung ausgeschlossen werden soll.

Auch Verhalten außerhalb des Vereins relevant

Konkret soll der Vereinszweck in der Satzung erweitert werden. Zukünftig soll er ausdrücklich auch die Haltung gegen verfassungsfeindliches oder diskriminierendes Verhalten umfassen. Schweres Verhalten gegen diesen Vereinszweck soll ein neuer Grund für einen Vereinsausschluss sein. Dies soll auch dann gelten, wenn das Fehlverhalten außerhalb des Vereinsumfelds stattfindet.

Zudem sollen die Verfahren und Zuständigkeiten genauer geregelt werden. Dazu gehören das Recht auf eine Anhörung, eine Pflicht zur Begründung bei Entscheidungen und die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Neu ist auch die Option, die Mitgliedschaftsrechte bei offenen Fällen bis zur endgültigen Klärung ruhen zu lassen.