Richtfest am Mainzer Deutschhaus: Die letzten Nägel sind drin

Im Januar 2016 starteten die Sanierungsarbeiten an den rund 8000 Quadratmetern des Sitzes des Landtags Rheinland-Pfalz. Mittwochmittag wurden die letzten Nägel auf dem Richtfest des Mainzer Deutschhauses symbolisch eingeschlagen.

Richtfest am Mainzer Deutschhaus: Die letzten Nägel sind drin

Die Rohbauarbeiten am historischen Mainzer Deutschhaus sind abgeschlossen. Anlässlich dazu wurde am Mittwochmittag das Richtfest am sanierten Deutschhaus gefeiert. Landtagspräsident Hendrik Hering äußerte sich bereits im Juli sehr zufrieden über die Sanierungsarbeiten, da alles im Zeit- und Kostenrahmen verlaufen sei. Zwei Monate später hat sich nichts daran geändert und man konnte zum ersten Mal in das Innere des Rohbaus schauen.

Kosten von rund 60 Millionen Euro

Anfang 2016 begannen die Arbeiten am Landtag. Seitdem waren knapp 18 verschiedene Baufirmen an der Sanierung der 8.000 Quadratmeter beteiligt. Insgesamt soll der Umbau des barocken Gebäudes rund 60 Millionen Euro kosten. Dafür wurde unter anderem die Fassade des Deutschhauses denkmalgerecht saniert und das Landtagsrestaurant abgerissen.

Stattdessen wurde ein neuer moderner Anbau errichtet. In diesem wird das das neue Landtagsrestaurant zusammen mit Besprechungs- und Veranstaltungsräumen zu finden sein. Abgesehen davon soll das barrierefreie Gebäude den neusten technischen Standards entsprechen und somit energieeffizient und nachhaltig sein. Der zuständige Architekt Linus Hofrichter sagte über die Sanierungsarbeiten: „Dieses Projekt kann als Vorbild dienen und ist sicher aktuell einer des komplexesten und anspruchsvollsten im Land Rheinland-Pfalz.“

Der Wiedereinzug in das historische Deutschhaus ist noch immer für Ende 2020 geplant. Seit den Sanierungsarbeiten sitzt die Landtagsverwaltung übergangsweise im Gebäude des ehemaligen Gefängnisses in der Diether-von-Isenburg-Straße. Die Sitzungen des Landtags finden im Landesmuseum statt.

Bei seiner Rede betonte Oberbürgermeister Ebling: „Das Richtfest ist die Gelegenheit, all denen zu danken, die im ganz wörtlichen Sinne hier für die Demokratie bauen und in den vergangenen Monaten gebaut haben.“

Traditionell wurde nach den Reden des Landtagspräsidenten Hendrik Hering, der Staatsministerin Doris Ahnen, des Oberbürgermeisters Michael Ebling und des Architekten Linus Hofrichter der Richtspruch von einem Zimmermann übernommen. Anschließend schlug Hering zusammen mit den fünf Fraktionsvorsitzenden symbolisch die letzten Nägel ein. (ab)

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