Aufgrund von massivem und gesundheitsschädlichem Schimmelbefall in allen Volieren muss das Vogelhaus im Mainzer Stadtpark im November geschlossen werden. „Wir sind an dem Punkt, an dem wir ihn nicht mehr einfach wegmachen können“, sagte Jamie Lau, Revierleitung des Zoos Mainz. Die Bausubstanz des Anfang der 1960er-Jahre errichteten Gebäudes begünstige die Ausbreitung des Schimmels. Erste Maßnahmen hätten die Situation im Sommer zwar vorübergehend verbessern können, allerdings sei eine nachhaltige Beseitigung des Schimmelbefalls nicht möglich.
Allerdings kann das Vogelhaus bis zur Schließung noch besucht werden: „Der Besuch des Vogelhauses ist bis zur Schließung ungefährlich, da genug gelüftet wird und der Schimmel kurzfristig entfernt wurde“, so Lau. Erst im Winter würde der Schimmelbefall so stark werden, dass die Sporen in der Luft für Menschen und Tiere gesundheitsgefährdend würden.
Die rund 100 im Vogelhaus lebenden Vögel müssen deswegen ab Mitte November vorübergehend in andere Tierparks und in Volieren des Grün- und Umweltamtes untergebracht werden. Das Vogelhaus wird anschließend geschlossen.
Sanierung steht aus
Grundsätzlich ist es möglich, das unter Denkmalschutz stehende Vogelhaus zu sanieren. Nach einer ersten Schätzung würden die Kosten dafür bei rund 700.000 Euro liegen. Geplant ist beispielsweise, den bisher nur durch Gitter getrennten Vogel- und Besucherbereich besser voneinander abzugrenzen. Der konkrete Zeitpunkt für die Sanierung steht aber noch nicht fest. Laut Umweltdezernentin Janina Steinkrüger habe der Stadtrat die Finanzierung der Sanierung für den Haushalt 2027 abgelehnt. Deswegen sei nun geplant, die erforderlichen Mittel für die kommenden Haushalte anzumelden. Steinkrüger sagte: „Ziel ist es, das Vogelhaus den Bürgern wieder zur Verfügung zu stellen.“