Vom Reality-TV in die Charts: Mainzerin Miri will nicht „everybody's Darling“ sein

Die Mainzerin Miri Leonardo hat bereits an einigen TV-Formaten teilgenommen. Nun arbeitet die 30-Jährige erfolgreich an ihrer Musikkarriere. Dabei warnt sie aber auch junge Künstlerinnen vor den vollmundigen Versprechen so mancher Manager.

Vom Reality-TV in die Charts: Mainzerin Miri will nicht „everybody's Darling“ sein

Bei ihrer Teilnahme an der Schweizer Version des „Bachelor“ war die Mainzerin Miri Leonardo eine der wenigen Frauen, die mit ihrer Stimme statt mit nackten Tatsachen überzeugen wollte. Geholfen hat ihr das damals nicht viel, sie wurde als eine der ersten aus der Trash-TV-Show gewählt. Doch inzwischen hat die Mainzerin eine Musikkarriere gestartet und möchte vor allem junge Frauen beziehungsweise Künstlerinnen vor unseriösen Managern und „Castingscouches“ im TV-Business warnen, wie sie im Gespräch mit Merkurist und auch der „Webtalkshow“ verrät.

„Ich will nicht „everybody’s Darling sein, die richtigen Menschen werde ich erreichen“

Momentan ist die Mainzerin erfolgreich in den Hitparaden unterwegs. Ihr Titel „Contigo“ belegt zurzeit Platz 38 der „Mallorca Mega Charts“. Auch in den „Après-Ski-Charts“ landete sie mit ihren Songs schon ein paar Mal in den Top Ten. „Musik ist für mich Leidenschaft“, sagt Miri. Vor drei Jahren habe sie ihre erste Single herausgebracht, inzwischen arbeitet sie mit verschiedenen Produzenten zusammen und schreibt auch an den Texten ihrer Songs mit, die von Hip Hop bis Schlager reichen. Als ihre Vorbilder nennt die Mainzerin Helene Fischer und Vanessa Mai.

In Castingsshows will Miri aber nicht auftreten. „Bei DSDS machen sich die Teilnehmer teilweise zum Affen“. Generell sei es aber so, dass man als Frau merke, dass es sehr schwierig ist, in der Musikbranche durchzustarten. „Man muss schon auf Platz 1 landen, um anzukommen.“ Manager hätten ihr teilweise Dinge versprochen, wie zum Beispiel sie ganz groß raus beziehungsweise sie in die großen Showformate zu bringen - allerdings alles nur gegen Sex, erzählt die Mainzerin. „Die versprechen einem das Blaue vom Himmel herunter, aber es wird nichts gehalten.“

„Fame“ nicht um jeden Preis

Sie habe mitbekommen, dass für den „Fame“ Klicks gekauft werden, Fake-Beziehungen geführt und Absprachen getroffen werden, wie viel Sendezeit jemand bekommt. „Es geht dann häufig um die Follower-Zahlen auf Instagram beziehungsweise den blauen Haken“, sagt Miri. Öffentlich zugegeben und darüber gesprochen werde dann aber nur ungern. Sie selbst sieht sich in diesem Kosmos irgendwo dazwischen. „Natürlich will ich auch ‘Fame’, aber ich gebe das dann auch zu“, sagt Miri. Um jeden Preis wolle sie dies jedoch nicht erreichen.

Die Teilnahme an Reality-Formaten grundsätzlich ablehnen, will die Mainzerin aber nicht. „Dschungelcamp?! - Warum nicht? Ich würde auch mal gerne sehen, ob ich damit klarkommen würde.“ Momentan wolle sie sich aber vor allem auf die Musik konzentrieren und damit überzeugen. Das könne man dann auch in anderen Fernsehformaten. Nun will Miri erst einmal Gas geben, um mit Schlager-Pop die Musikwelt aufzumischen. Aktuell arbeite sie an neuen Songs und Singles und möchte in der Schlagerwelt weiter Fuß fassen. Jungen Frauen und Musikerinnen möchte sie noch folgendes mit auf den Weg geben: „Mädels, baut euer eigenes Business auf und lasst euch nicht von den kleinen Gewürzgürkchen der Männer in der Branche runtermachen oder manipulieren.“

Hier könnt ihr das „Webtalkshow“-Gespräch mit Miri Leonardo sehen.

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