Kaum gepflanzt, schon zerstört: Vandalismus an Bäumen in Mainz-Hechtsheim

Entlang der Militärstraße in Mainz wurden neue Bäume und Sträucher gepflanzt. Kurz darauf haben Unbekannte einen Großteil der Pflanzen ausgerissen. Der Schaden ist beträchtlich.

Kaum gepflanzt, schon zerstört: Vandalismus an Bäumen in Mainz-Hechtsheim

Entlang der Militärstraße in Mainz-Hechtsheim sollten neue Bäume und Sträucher den Charakter einer Allee wiederherstellen. Doch die Freude über die neue Bepflanzung währte nur kurz: Wie die Stadtverwaltung mitteilt, haben Unbekannte einen Großteil der jungen Sträucher zerstört.

Bei einer Kontrolle Mitte April wurde der Vandalismusschaden entdeckt. Demnach wurden rund zwei Drittel der neu gepflanzten Sträucher ausgerissen und in ein Feld geworfen oder gestohlen. Die Stadt beziffert den finanziellen Schaden auf rund 500 Euro.

Pläne zur Wiederherstellung der Allee

Die Pflanzen waren Teil des Vorhabens, den alleeartigen Charakter entlang der Militärstraße zu erhalten und wiederherzustellen. Die Informationen stammen aus der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Grünen im Hechtsheimer Ortsbeirat, die sich nach den Plänen für die Straße erkundigt hatten.

Laut Stadtverwaltung ist eine vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen Allee jedoch nicht möglich. Grund dafür sind die gesetzlichen Vorgaben des rheinland-pfälzischen Nachbarschaftsrechts, die nicht an jeder Stelle eine Bepflanzung zulassen. Die Stadt prüft zwar weitere Flächen für Nachpflanzungen, allerdings stehen momentan keine Finanzmittel dafür bereit.

Heimische und insektenfreundliche Arten

Auf Nachfrage der Grünen erklärte die Verwaltung, dass für die Bepflanzung ausschließlich heimische und tierfreundliche Arten verwendet wurden. Zu den gepflanzten Bäumen gehören demnach Vogel-Kirsche und Wildbirne. Bei den Sträuchern wurden unter anderem Felsenbirne, Kornelkirsche, Hasel, Schlehdorn sowie verschiedene Wildrosen- und Weidenarten gesetzt, um die Artenvielfalt zu fördern.