Ortsvorsteherin wütend: „Wer sich so sorglos tummelt, der denkt nicht nach“

Dicht gedrängt saßen die Menschen am Sonntagnachmittag vor einer Eisdiele in Gonsenheim. Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU) konnte sich über diesen Anblick überhaupt nicht erfreuen - im Gegenteil.

Ortsvorsteherin wütend:  „Wer sich so sorglos tummelt, der denkt nicht nach“

Die Gonsenheimer Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU) verbindet eigentlich viel Gutes mit dem Eispavillon Mario am Juxplatz. Schließlich traf sie hier vor über 30 Jahren zum ersten Mal auf ihren heutigen Ehemann (wir berichteten). Was Flegel am Sonntag dort sah, veranlasste sie allerdings zu einem wütenden Facebook-Statement. Oder um aus Flegels Post zu zitieren: „Sie kennen mich als einen lebensfrohen und optimistischen Menschen. Wenn ich aber solche Szenen sehe, wie hier am Sonntag bei unserer Eisdiele am Juxplatz, dann werde ich fuchtig.“

Mehr als 100 Menschen saßen ohne Abstand zu halten um das Eiscafé verteilt oder standen dicht gedrängt in Schlangen davor. In Zeiten von Corona beschreibt Flegel die Situation als „gedankenlos“. Weiter schreibt sie: „Wer sich so sorglos tummelt, der denkt nicht nach, nimmt billigend in Kauf, sich und andere im höchsten Maße zu gefährden. Die Fallkurve zeigt es deutlich, wie sprunghaft binnen 24 Stunden die Infektionszahlen in die Höhe schossen. Die Lage ist dramatisch und jetzt ist jeder gefordert, seinen Teil dazu beizutragen um die Infektionskette zu verlangsamen!“

Besonders verärgert sei sie, so Flegel, weil viele Menschen derzeit eine Menge Einschränkungen in Kauf nehmen würden, oder mit der Betreuung von Kindern und Verwandten beschäftigt seien. Flegels Appell: „Zeigt Euch solidarisch, seid vernünftig, tragt Verantwortung, haltet Euch nicht in Gruppen auf! Denn dann haben wir eine Chance auf einen schönen Sommer!“ (df)

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