Lang ersehnt: Die Aufzüge über der Saarstraße sind in Betrieb

Endlich ist es soweit: Der Bau der beiden Fahrstühle an der Fußgängerbrücke über der Saarstraße sind abgeschlossen – mit vier Jahren Verspätung.

Lang ersehnt: Die Aufzüge über der Saarstraße sind in Betrieb

Seit 2014 plant die Stadt Mainz schon die barrierefreie Überquerung der vierspurigen Saarstraße an der Haltestelle „Friedrich-von-Pfeiffer-Weg“. 2017 sollten dafür zwei Fahrstühle fertig gestellt werden. Mit vier Jahren Verspätung sind sie jetzt in Betrieb. Die Baudezernentin der Stadt, Marianne Grosse, und die Ortsvorsteherin von Hartenberg-Münchfeld, Christin Sauer, stellten die neuen Aufzüge am Mittwoch vor.

Was den Bau verzögert hat

Für den Projektablauf würde Grosse die Schulnote 3- geben. „Es gab keine Komplikation, die wir nicht hatten“, sagt sie. Zuletzt habe die Corona-Pandemie den Bau verlangsamt, davor habe sich der Rohbau verzögert, da der zuständigen Firma Subunternehmen abgesprungen waren. Zudem sei es schwierig gewesen, eine Firma für den Aufzugbau selbst zu finden. Die Stadt habe eine Anfrage europaweit ausgeschrieben, doch gemeldet habe sich lange Zeit niemand.

Als das Projekt in Planung ging, wurden 900.000 Euro für den Bau der beiden Aufzüge veranschlagt. Letztlich kosteten sie doppelt so viel: 1,8 Millionen Euro, wovon die Stadt 300.000 Euro selbst gezahlt hat. 1,5 Millionen Euro wurden vom Landesministerium für Finanzen gezahlt, um die Barrierefreiheit in Mainz zu fördern.

Barrierefreies Eingangstor zur Stadt

Jetzt wollen Grosse und Sauer nach vorne blicken. „Wichtig ist, dass der Übergang jetzt steht“, sagt die Baudezernentin. Die Brücke mit ihren beiden Aufzügen rechts und links sähe jetzt aus wie ein „schönes Eingangstor zur Stadt“. Die Aufzugschächte seien aus vogelfreundlichem Glas und die Aufzüge selbst so geräumig, dass Rollstühle, Kinderwägen und Fahrräder Platz darin fänden.

Die frühere Behindertenbeauftragte der Stadt, Marita Boos-Waidosch, ist „rundum glücklich“ mit dem Ergebnis des langjährigen Projekts und fühle sich durch die neu geschaffene Überquerung an der Saarstraße jetzt integriert. Der Fahrstuhl-Bau sei jedoch nur ein Pilot-Projekt gewesen – weitere Bau-Projekte zur Überwindung von Höhen in Mainz sollen folgen.

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