Die Stadt Mainz hat den Lückenschluss am Zitadellengraben abgeschlossen. Wie die Stadt mitteilt, ist die neu gestaltete historische Rampe fertiggestellt, die den Drususwall mit dem Zitadellenweg verbindet. Der Weg soll für Besucher nun komfortabler und sicherer zugänglich sein.
Die neue Rampe führt in einer 180-Grad-Wendung entlang des Hangs zu den Wallanlagen. In den vergangenen Wochen wurden die letzten Geländer- und Zaunelemente installiert, die auch als Gehhilfen dienen. Die Kosten für die Rampe beliefen sich auf rund 650.000 Euro, die Sanierung des Mauerwerks ist dabei nicht berücksichtigt. „Mit der Fertigstellung dieser Rampe haben wir einen wichtigen Schritt gemacht, um den historischen Charakter der Zitadelle zu bewahren und gleichzeitig die Zugänglichkeit zu diesem einzigartigen Kulturdenkmal zu verbessern“, erklärt Baudezernent Ludwig Holle (CDU).
Umweltdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) betonte bei der offiziellen Eröffnung den ökologischen Wert des Areals: „Die Zitadelle bietet mitten in der Stadt Tieren und Pflanzen einen Lebensraum von unschätzbarem ökologischem Wert. Hier leben hunderte Tier- und Pflanzenarten, darunter über 60, die auf der Roten Liste stehen.“ Die Zitadelle sei die grüne Lunge der Innenstadt und für das Stadtklima von besonderer Bedeutung.
Rundweg um die Zitadelle geplant
Die neu errichtete Rampe ist Teil eines größeren Projekts. Mittelfristig ist ein Rundweg durch das gesamte Zitadellenareal geplant. In Zukunft sollen Besucher vom Zitadellenweg über die Rampe zu den Wallanlagen gelangen und weiter entlang des Drususwalls spazieren. Der Weg soll über die Windmühlenstraße hinab in den südwestlichen Teil des Grabens führen. Ein geplanter Treppenaufgang oder ein Lift sollen den Zugang zur Zitadelle über das Süd-Ost-Portal ermöglichen.
Zudem wird die Sanierung im südöstlichen Bereich des Grabens fortgesetzt. Nach Abschluss der Arbeiten soll der vordere Teil des Grabens für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, während der hintere Teil in Richtung der Bastion Drusus naturnah erhalten bleibt. „Dieses Projekt zeigt, wie historische Stätten erfolgreich in die moderne Nutzung integriert werden können, ohne ihren einzigartigen Charakter zu verlieren“, so Holle.
Ein Jahr Bauzeit
Die Erdbauarbeiten für die Rampe dauerten etwa ein Jahr, die Metallbauarbeiten rund drei Monate. Dabei wurden unter anderem 1.200 Kubikmeter Erde ausgehoben und 700 Quadratmeter wassergebundene Wegedecke verlegt. Die Stadt Mainz will auch künftig in den Erhalt und die Weiterentwicklung des Flächendenkmals investieren.