Techno-Partys rauben Anwohnern den Schlaf

Wummernder Bass und laute Partygäste sorgen in Gonsenheim und in Hartenberg-Münchfeld für viel Ärger. Die Anwohner klagen über Schlaflosigkeit und fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen.

Techno-Partys rauben Anwohnern den Schlaf

Das Landschaftsschutzgebiet Gonsbachtal gilt als ein idyllisches Biotop mitten in Mainz. Zuletzt kam es aber vermehrt zu Beschwerden über laute Musik, die bis in die frühen Sonntagmorgenstunden aus dem Landschaftsschutzgebiet in die anliegenden Wohngebiete halle. Die Anwohner klagen deshalb unter anderem über Schlaflosigkeit.

Die Partygäste zeigen hingegen wenig Verständnis für die Beschwerden ihrer Mitmenschen. So heißt es von einem Merkurist-Leser:

In das richtige Licht gerückt sei es: „Ein spontaner Gedanken von ein paar Leuten, die Musik und ihre Freunde zusammen bringen wollen.“

Hinterlassenschaften der Partygäste?

„Sehr ‘schön’ sind auch die Hinterlassenschaften der Partygäste sowie ein laut ratternder Benzingenerator, der wohl den Strom für die Musik liefert - beides mitten im Biotop.“ Merkurist-Leser Christopher

Abgesehen davon soll das Landschaftsschutzgebiet aber nach den wilden Partys nicht richtig aufgeräumt werden, wie Merkurist-Leser Christopher berichtet: „Sehr ‘schön’ sind auch die Hinterlassenschaften der Partygäste sowie ein laut ratternder Benzingenerator, der wohl den Strom für die Musik liefert - beides mitten im Biotop.“ Merkurist-Leser Luka sieht das aber anders. Er gehe dort öfters entlang und könnte sagen, dass das Landschaftsschutzgebiet gut aufgeräumt von den Partygästen zurückgelassen werde. Wenn dort etwas liegen würde, wäre es auch eher auf Kinder und Jugendliche zurückzuführen und nicht auf die Partys.

Das sagt die Ortsverwaltung

Dem stellvertretenden Ortsvorsteher Mathias Huber (CDU) ist von den Techno-Partys nichts bekannt, auch nichts von den Hinterlassenschaften. „Ich weiß jedoch, dass es in der Vergangenheit öfter Beschwerden über laute Musik im Gonsbachtal gab.“ Ursprung sei damals eine Diskothek am Bahnhof Mainz-Nord gewesen. Dort befindet sich unter anderem der Bellini Club, dessen Betreiber Matteo Bellini, bestätigt, dass es im vergangenen Jahr Probleme mit der Lärmbelästigung gegeben habe. Diese haben sich mittlerweile aber geklärt, der Betrieb laufe seitdem normal weiter.

Genauso wie den Bürgern bleibe auch der Ortsverwaltung im Prinzip nur ein Weg: das Ordnungsamt zu kontaktieren, sagt Huber. „Das Problem, dass beim Anruf nur ein Anrufbeantworter mit Bandansage erreichbar ist, war letzte Woche auch Thema bei einem Bürgergespräch, wo es um Lärm auf Kinderspielplätzen zur Nachtzeit ging. Der Leiter des Ordnungsamtes sagte, dass sie unterbesetzt wären und nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Kräfte handeln könnten“, sagt Huber.

Das sagt die Stadt

Laut Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr ist dem Ordnungsamt die Situation nicht bekannt. Die Sache werde aber im Einzelfall geprüft. „Möglicherweise liegt eine Ordnungswidrigkeit vor (Verstoß gegen Landesimmissionsschutzgesetz, Rechtsverordnung Gonsbachtal). Dies kann pauschal ohne detaillierte Kenntnis der Situation aber nicht beantwortet werden.“ (df/pk)

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