Abriss des Inter I an der JGU gestartet

Der 45 Meter hohe Bau soll im Sommer endgültig Geschichte sein

Abriss des Inter I an der JGU gestartet

Der Rückbau des ehemaligen Studierendenwohnheims Inter I auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) geht in die entscheidende Phase. Das gibt der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung am Mittwoch bekannt.

Auf dem Dach des auf seinen Rohbau reduzierten Hochhauses hat ein Spezial-Unternehmen damit begonnen, mit zwei Mini-Baggern die obersten der insgesamt 15 Stockwerke zurückzubauen. Die beiden je 5000 Kilogramm schweren Bagger wurden mit einem Autokran an ihren Einsatzort gehoben. Vom 12. Stockwerk an übernehmen sogenannte Longfront-Bagger vom Boden aus den weiteren Abbruch.

Das Abbruchmaterial wird indes im Inneren des Gebäudes durch die freigeräumten Aufzugschächte nach unten transportiert. Zerkleinert und nach Materialien sortiert, wird es auf einem Bereich des Geländes zwischengelagert und größtenteils zur Verfüllung der Baugrube verwendet. Die verbleibenden Materialien werden dann zur Aufbereitung oder Deponierung abtransportiert. Zum Schutz der Umgebung wird das Material bei allen staubintensiven Arbeitsgängen ständig mit Spritzwasser berieselt. Der Rückbau wird sich nach bisherigem Verlauf der Arbeiten voraussichtlich auf rund 1,5 Millionen Euro belaufen. Die Zufahrt zur Baustelle läuft über die Koblenzer Straße und nicht über die vielbefahrene Saarstraße.

Das Gerüst am Inter I wird voraussichtlich während des Einsatzes der Longfront-Bagger sukzessive abgebaut. Zur Reduzierung der Staub- und Lärmbelastung für die benachbarten Gebäude und zum Schutz der Feuerwehrzufahrt wird eine spezielle Schutzwand aufgehängt. Sie besteht aus einer schweren, etwa 35 Meter langen Gummimatte, die im Bereich der Baustellenzufahrt von einem Autokran bis über die jeweilige Arbeitshöhe hochgezogen und oben gehalten wird. Das untere Ende der Matte wird am Boden mit darauf abgestellten Containern und mehreren zwei Meter hohen Beton-Elementen (sogenannten Lego-Steinen) beschwert.

Bereits im Herbst 2020 wurden das benachbarte ehemalige Studierendengemeinschaftshaus, seine Verbindungsbrücke zum Inter I und ein Nebengebäude niedergelegt. Alles in allem werden rund 17.000 Tonnen Stahlbeton und Mauerwerk sowie 100 Tonnen Holz beseitigt. Die damit freigewordene Fläche wird geschottert. Im Sommer soll der 45 Meter hohe Bau dann verschwunden sein.

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