Wie gut hat das Glasverbot bei der Straßenfastnacht funktioniert?

Viel Müll, aber auch viele Scherben: Einige Merkurist-Leser haben den Eindruck, das Glasverbot während der Straßenfastnacht hatte keinen Effekt. Was die Stadtverwaltung dazu sagt.

Wie gut hat das Glasverbot bei der Straßenfastnacht funktioniert?

Wo viele Menschen feiern, fällt auch viel Müll an. So auch bei der diesjährigen Straßenfastnacht. 85 Tonnen Abfall hat der Entsorgungsbetrieb laut Stadtverwaltung aufgekehrt. Darunter auch viele Glasscherben — und das trotz Glasverbot.

Einige Merkurist-Leser teilen diesen Eindruck. „Wer an dem Tag in der Stadt war, wird von dem Verbot nichts bemerkt haben“, schreibt ein Leser. „Ich habe um 22:30 Uhr am Rosenmontag keinerlei Kontrollen zum Glasverbot gesehen. Das Zerschmettern von Glasflaschen war häufig zu hören. Dieses Glasverbot war sichtlich wirkungslos...“, meint ein anderer. Und: „Ich hatte noch am Dienstagmittag den Eindruck, dass es in Bezug auf die kleinen Schnapsfläschchen nicht wirklich funktioniert hat.“

Grundsätzlich mit Umsetzung zufrieden

Der Entsorgungsbetrieb habe den Eindruck, dass die Glasmenge gegenüber dem Vorjahr nicht zugenommen habe, so Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr. Genau beziffern lasse sich das aber nicht, da man „an diesen Tagen kein Glas gesondert abwiegen“ könne.

Grundsätzlich seien der Entsorgungsbetrieb und die Stadt aber mit der Umsetzung des Glasverbots, das von Donnerstags bis Dienstag galt, zufrieden. „An Altweiber funktioniert das Verbot auf dem Schillerplatz sehr gut“, so Peterhanwahr. Hier kontrollieren Ordnungsamt und ein privater Sicherheitsdienst gemeinsam. Die Verbotszone sei aber auch kleiner als am Rosenmontag.

Beim Rosenmontagszug sei die Einhaltung des Glasverbots allerdings noch ausbaufähig, so der Stadtsprecher weiter. „Das ist vor allem den Massen an Menschen geschuldet.“ Demnach könne man hier auch nur stichprobenartig kontrollieren. Das übernehme am Rosenmontag ein privater Sicherheitsdienst. Aber: „Das Verbot spricht sich zunehmend herum und wird von vielen Gästen beachtet.“

Die jetzige Zone solle nicht erweitert werden, so Peterhanwahr. Für andere Großveranstaltungen wie die „Johannisnacht“ oder die „Sommerlichter“ sei eine solche Glasverbotszone nicht geplant. (ts)

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