Wofür ein schwarzer Kasten am Pariser Tor in Mainz wirklich da ist

Ein schwarzer Kasten am Pariser Tor in Mainz sorgt für Spekulationen: Ist es ein Blitzer? Die Stadt klärt auf, was es mit dem Gerät wirklich auf sich hat und wie teuer es ist.

Wofür ein schwarzer Kasten am Pariser Tor in Mainz wirklich da ist

Ein an einer Laterne installierter schwarzer Kasten am Pariser Tor zieht seit einiger Zeit das Interesse vieler Autofahrer auf sich. Doch welchen Zweck erfüllt der Gegenstand?

Auf Leser Jürgen wirkt der Kasten jedenfalls wie ein „Blitzer“. Andere Leser glauben jedoch nicht, dass es sich bei dem schwarzen Kasten um ein Gerät zur Überwachung des Tempolimits handelt:

Andere Leser geben an, einen solchen Kasten auch in der Rheinstraße und am Lerchenberg, Richtung Drais, gesehen zu haben. „Uns wurde gesagt, das wäre Lärmmessung für Tempo 30“, kommentiert Maria. Und ein weiterer Leser meint: „Das ist so ein Kasten für die Luftverschmutzung-Vermessung oder für die Lärm-Vermessung.“ Doch stimmt das wirklich? Die Leser Thorsten und Thomas jedenfalls sind sich ganz sicher, die korrekte Antwort zu wissen. „Für gewöhnlich dienen diese Kästen der Verkehrszählung“, geben die beiden an.

Des Rätsels Lösung

Und mit ihrer Antwort liegen die beiden komplett richtig. „Bei ‘dem schwarzen Kasten an der Laterne’ handelt sich um ein mobiles Gerät zur Verkehrsdatenerfassung mittels Videoaufzeichnung“, erklärt Ralf Peterhanwahr von der städtischen Pressestelle auf Anfrage von Merkurist. Diese Geräte seien in der Verkehrsverwaltung seit vielen Jahren im Einsatz. „Sie werden regelmäßig zur kontinuierlichen Erfassung eines Verkehrslagebildes oder zu spezifischen Fragestellungen für einige Tage im Stadtgebiet installiert.“

Wie die Stadt angibt, ist der Datenschutz bei den Videoaufzeichnungen aber jederzeit gewährleistet. „Die Geräte verpixeln sowohl Kennzeichen als auch Gesichter von Passierenden und sind mit dem Datenschutz diesbezüglich abgestimmt.“ Die Geräte würden in der Regel montags oder mittwochs installiert und erfassen das Verkehrsgeschehen an einem Dienstag oder Donnerstag“, sagt Peterhanwahr. „Diese Tage gelten als sogenannte Normalwerktage mit repräsentativen Verkehrsmengen.“

Ein Gerät kostet nach Angaben der Stadt etwa 6000 bis knapp 10.000 Euro, je nach Ausstattung beziehungsweise Gerätegeneration gleichen Typs. Schließlich stellt Pressesprecher Peterhanwahr noch einmal klar: „Es handelt sich zugleich nicht um ein Blitzergerät.“