Was wird aus den Rad- und Fußwegen entlang des Rheins?

Zur Sommerzeit nutzen viele Radfahrer und Fußgänger das Rheinufer als Erholungs- und Freizeitort. Dabei kommt es oft zu Konflikten.

Was wird aus den Rad- und Fußwegen entlang des Rheins?

Bei schönem Wetter zieht es Radfahrer und Fußgänger an das Rheinufer. Dabei kommen sie sich oft in die Quere. Vor allem wenn die Wege nicht deutlich getrennt sind. Ein Merkurist-Leser fragt: „Wann werden Rad- und Gehweg am Rheinufer zwischen Winterhafen und Fischtor dem steigenden Zulauf angepasst und überarbeitet?“

Auf Anfrage von Merkurist hat sich Ralf Peterhanwahr, Pressesprecher der Stadt Mainz, zur Lage am Rheinufer geäußert. „Aufgrund der begrenzten Wegeflächen und der Vielzahl der Nutzungen muss entsprechende gegenseitige Rücksichtnahme gelten“, sagt Peterhanwahr. Die Verkehrswegeführung sei Teil der gesamten Umgestaltung des Rheinufers. Dabei würde nicht nur die Verkehrsführung beachtet, sondern auch die Barrierefreiheit, die Grünpflege, die historisch geprägte Gestaltung der Uferpromenade sowie der damit verbundene Denkmalschutz. Diesen vielfältigen Wünschen gleichermaßen nachzukommen, sei eine Herausforderung.

Pläne für das Rheinufer

Nach einem längeren Prozess der Bürgerbeteiligung im Jahr 2000 wurde im „Rheinuferforum“ über die gesamte Rheinufergestaltung abgestimmt. Daraufhin wurde der Rahmenplan beschlossen. Finanziert wird das Bauvorhaben aus Fördermitteln des Landes und der Stadt Mainz (wir berichteten). Hierfür wurde ein Förderantrag gestellt, der Ende 2020 durch einen Bescheid bewilligt werden soll. Das geht aus den Unterlagen der Bürgerinformationsveranstaltung hervor, die im Herbst 2019 stattfand. Baubeginn wird im Sommer 2021 sein. „Die Planungen konnten mittlerweile weiter entwickelt werden, welche nun in Abschnitten realisiert werden“, sagt Peterhanwahr.

In zwei Bauabschnitten soll ab 2021 als erster Schritt das Rheinufer von der Theodor-Heuss-Brücke bis zum Parkhaus Rheinufer und von dort bis zum Kaisertor umgestaltet werden. Danach sei der dritte Bauabschnitt, südlich der Brücke, am „Mainzstrand“, an der Reihe. Wann genau die Umgestaltung der anderen Abschnitte beginnt, sei derzeit noch unklar.

Verkehrsführung

„Im Rahmen des Rheinuferforums wurde im Stadtrat und im Verkehrsausschuss über die Radverkehrsführung gesprochen“, so Peterhanwahr. Aus einem Beschlussprotokoll des Stadtvorstandes geht hervor, dass die Empfehlungen des „Rheinuferforums“ von 1999 berücksichtigt werden sollen. Darin wurde empfohlen, die Verkehrsbelastung zu mindern und „das Rheinufer intensiver als bisher mit der Innenstadt zu verknüpfen“. Derzeit gelte am Rheinufer die gemeinsame und gleichberechtigte Nutzung der Wege von Radfahrern und Fußgängern. Bei der Umgestaltung soll jedoch auch die Radverkehrsführung eindeutiger angezeigt und breiter angelegt werden. Eine Trennung oder Verlagerung von Rad- und Fußweg sei jedoch nicht vorgesehen. Hierfür biete das Rheinufer zu wenig Platz. (pk)

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